Adi Weiss
Bei den Filmfestspielen von Cannes wurden Freitagabend die ersten Preise vergeben – in der Nebenschiene „Un Certain Regard“. Den Hauptpreis der 18 Wettbewerbsfilme erhält... Erste Preisvergabe bei Filmfestspiele Cannes

Bei den Filmfestspielen von Cannes wurden Freitagabend die ersten Preise vergeben – in der Nebenschiene „Un Certain Regard“. Den Hauptpreis der 18 Wettbewerbsfilme erhält das brasilianische Drama „A Vida Invisivel De Euridice Gusmao“ von Karim Ainouz, das auf dem Roman von Martha Batalha basiert. Am Samstagabend folgt das große Finale. Österreich ist u.a. mit Jessica Hausners „Little Joe“ dabei.

Als bester Regisseur wurde indes der Russe Kantemir Balagov für sein Nachkriegsepos „Beanpole“ gewürdigt. Als beste Schauspielerin zeichnte die Jury Chiara Mastroianni für ihre Performance in „For Chambre 212“ von Christophe Honore aus, während sich der Katalane Albert Serra mit der Filmadaption seines Theaterstücks „Liberte“ über den Spezialpreis der Jury freuen darf. Und schließlich ging der Jury-Preis an Olivier Laxe für sein spanisches Landfluchtdrama „O Que Arde“.

Am Samstagabend gehen dann die Filmfestspiele in Cannes mit der Preisverleihung zu Ende. Unter den 21 Filmen des Wettbewerbs befindet sich auch „Little Joe“ der Österreicherin Jessica Hausner. Die Jury unter dem Vorsitz des mexikanischen Regisseurs Alejandro Gonzalez Inarritu vergibt nicht nur die Goldene Palme für den besten Film, sondern auch Auszeichnungen für Regie, Drehbuch und Darsteller.

Während im Rennen um den Hauptpreis dem Spanier Pedro Almodovar, dem Italiener Marco Bellocchio und dem Südkoreaner Bong Joon-ho Chancen eingeräumt werden, zählt der Deutsche August Diehl zu den Favoriten für den Preis als bester Schauspieler. Er verkörpert an der Seite von Valerie Pachner im Film „A Hidden Life“ des US-Amerikaners Terrence Malick den österreichischen Bauern Franz Jägerstätter, der 1943 als Kriegsdienstverweigerer hingerichtet wurde. Unter den 26 Filmen, die für eine Camera d’or für den besten Debütfilm infrage kommen, ist auch „Lillian“ des Salzburgers Andreas Horvath.