Mach' mal Pause
Wenn Dauerstress, Bad News und Termindruck zur Gewohnheit werden, ist es höchste Zeit die geistige Handbremse zu ziehen. Oft merkt man den Stress erst, wenn endlich mal Ruhe einkehrt. Wenn die Anspannung abfällt. Ständige Belastung kann aber zu gravierenden gesundheitlichen Problemen führen – psychisch wie körperlich. Nur durch regelmäßige Entspannung im Alltag, die einen wirklich runterbringt, können wir Langzeitfolgen entgegenwirken.
1. Negative Gefühle zulassen
Vielleicht schon gehört, aber auch schon umgesetzt? Trauer, Wut, Angst sind Gefühle, die meist in unser Leben treten, wenn es uns gerade nicht passt. Zu viele Menschen im Raum, ein Termin wartet, der Anstand lässt es nicht zu. Es gibt viele Ausreden, das Gefühl hinunterzuschlucken. Doch es ist deshalb nicht weg.
Viel mehr arbeitet es unterbewusst, tut sich vielleicht zusammen mit den anderen verdrängten Gefühlen. Irgendwann gibt es dann einen emotionalen Supergau, den man nicht mehr unterdrücken kann. Also lieber die Tränen öfter rollen lassen oder die Stimme heben. Es tut unglaublich gut.
2. Bewusstes Wahrnehmen
Wir leben in einer Welt, die uns von allen Seiten mit Information bombardiert. Multitasking ist selbstverständlich. Doch unser Gehirn ist nicht dafür gemacht. Um Energie zu sparen, arbeitet es zwar noch, aber nimmt die Momente nicht mehr wahr. Wir treiben auf Fullspeed dahin, ohne zu wissen, was wir eigentlich gerade tun.
Das brennt uns irgendwann aus. Doch statt sich gleich die Yoga-Matte zu schnappen, reicht es auch, einfach mal ohne Ablenkung zu essen oder das Handy wegzulegen und aus dem Fenster zu schauen. Noch besser: Augen schließen und einfach atmen. Ein und aus.
3. Kreativität anregen
Was hast du als Kind gerne gemacht? Gemalt, musiziert, geschrieben? Bevor du dich heute am Abend vor den Fernseher sitzt, durchbreche die Gewohnheit und mache etwas mit deinen Händen. Lass deine Gedanken auf Papier fließen, kritzle irgendetwas dahin, such dein Musikinstrument. So kann der Stress des Tages über deine Finger abfließen. Dein Geist kommt zur Ruhe, die Gedanken können wieder fließen.
Tipp: Wenn dir gar nichts einfällt, nimm dir ein paar Mandalas zur Hand und male sie mit Buntstiften aus. Das ist die einfachste Art der Meditation. Blaue Farbtöne beruhigen zusätzlich.
4. Ab in die Natur
Wo wir gerade dabei sind, Gewohnheiten zu durchbrechen: Erhebe dich einmal mehr von der Couch und schaffe deinen schlappen Körper nach draußen. An der frischen Luft sammelst du viel mehr Energie als beim Faulenzen. Wenn die Glieder in Bewegung und der Kreislauf in Schwung kommen, kriegen wir einen richtigen Glückscocktail an Hormonen. Der motiviert, heitert auf und ist gesund.
Optimal wären 45 Minuten am Tag, an denen man aktiv ist. Das kann ein Spaziergang, eine Runde Fitnessstudio oder ein Ballspiel mit Freunden sein.
5. Nimm dir Zeit für Freundschaften
Hier ist sich die Glückforschung einig: Die größte Wohltat für die Seele ist ein Treffen mit guten Freunden. Menschen, die einem wirklich nahestehen, mit denen man schon so ziemlich alles erlebt hat und die einen in- und auswendig kennen. Sie geben einem Kraft, bringen einen auf neue Ideen, haben ein offenes Ohr, wenn es mal nicht läuft.
Schaffe dir also so viel Freiraum wie möglich für deine wichtigsten Freundschaften. Greife am besten gleich zum Handy und mache dir ein Abendessen oder einen Wochenendausflug aus.