Adi Weiss
Mehrere Auszeichnungen haben österreichische Spielfilme beim 41. Max-Ophüls-Preis in Saarbrücken eingeheimst. Die gebürtige Grazerin Johanna Moder erhielt laut ORF-Mitteilung für die Gesellschaftssatire „Waren einmal... Österreichs Filmemacher räumen bei "Max Ophüls Preis" ab

Mehrere Auszeichnungen haben österreichische Spielfilme beim 41. Max-Ophüls-Preis in Saarbrücken eingeheimst. Die gebürtige Grazerin Johanna Moder erhielt laut ORF-Mitteilung für die Gesellschaftssatire „Waren einmal Revoluzzer“ den Preis in der Kategorie „Beste Regie“. Das Jugenddrama „Ein bisschen bleiben wir noch“ von Arash T. Riahi bekam den mit 5.000 Euro dotierten „Publikumspreis Spielfilm“.

Die Preise wurden am Samstagabend in Saarbrücken übergeben. Der „Max-Ophüls-Preis“ kann als eines der renommiertesten Festivals für den jungen deutschsprachigen Film gelten.

Zu Ehren gelangten in Saarbrücken noch zwei weitere österreichische (Ko-)Produktionen: Das schweizerisch-österreichische Ensembledrama „Lovecut“ der beiden Filmemacherinnen Iliana Estanol und Johanna Lietha erhielt den mit 13.000 Euro ausgestatteten „Fritz-Raff-Drehbuchpreis“, die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung für den „Besten Kurzfilm“ ging an „Das beste Orchester der Welt“ von Henning Backhaus. Der gebürtige Deutsche wurde in Wien Schüler von Michael Haneke.

Johanna Moders „Waren einmal Revoluzzer“ ist u.a. mit Manuel Rubey und Julia Jentsch besetzt. Die Satire nimmt die Hilfsbereitschaft politisch engagierter, linksliberaler Mittdreißiger unter die Lupe. Die Jury begründete ihre Entscheidung mit dem „entwaffnenden Humor“ des Streifens. „Zärtlich und schonungslos“ führe Moder vor Augen, „wie unsere Gesellschaft Wohltätigkeit predigt, ohne aber die eigene Komfortzone zu verlassen“. Riahis Drama „Ein bisschen bleiben wir noch“ behandelt das Thema Flüchtlinge auf unkonventionelle Art.