Adi Weiss
Regisseur Frank Castorf (68) erlebt im Alltag oft kafkaeske Momente. Vor einigen Jahren sei er im Ausland gewesen, als er einen Anruf aus dem... Regisseur Castorf erlebt kafkaesken Wiener Moment

Regisseur Frank Castorf (68) erlebt im Alltag oft kafkaeske Momente. Vor einigen Jahren sei er im Ausland gewesen, als er einen Anruf aus dem Burgtheater bekommen habe, erzählte er am Dienstag in Berlin. Jemand aus der Führungsspitze des Theaters habe sich erkundigen wollen, ob er noch lebe. Castorf vermutet, dass sich Schauspielkollegen einen Scherz erlaubt und in Wien angerufen hätten.

„Und ich finde es lustig, also den Tod ein bisschen zu verlachen“, so Castorf. Es sei schön, mit der Möglichkeit, dass man nicht mehr lebe, zu spielen. „Man freut sich immer wieder, dass man wieder aufwacht. Das ist ja das einzige, was wir haben.“