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Bildschirm-Marathon

Augenprobleme nach dem Homeoffice? - So wirst du sie los!

Das ging ins Auge - Marathon-Bildschirmarbeit als Risikofaktor in der Pandemie © Unsplash/ Luca Iaconelli

Na, hast du noch alles gut im Blick? - Dank der Veränderungen des Lebensstils durch die Corona-Pandemie im letzten Jahr könntest du jetzt anfälliger sein für 7 verschiedene Augenprobleme. Hier erfährst du, wie sich Homeoffice und Stress auf deine Augen und dein Sehvermögen ausgewirkt haben könnten - und was du dagegen tun kannst.

Stunden um Stunden vor dem Computer-Bildschirm, Tage und Wochen nur zu Hause, und zu schlechterletzt keinen Zugang mehr zu jenen Stressabbau-Methoden, die dir vor der Pandemie zur Verfügung standen. - Dies ist laut Augenärzten die Grundlage für eine eklatante Zunahme von Augenproblemen seit Beginn der Corona-Pandemie. 

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Kurzsichtigkeit

Immer mehr Zeit vor dem Computer, seltene Pausen - und in der Pause dann vielleicht der Blick auf andere Bildschirme wie Handy, Tablet oder Fernseher. All diese Bildschirmzeit kann zu Myopie (d.h. Kurzsichtigkeit) beitragen, da sich die Menschen nicht genug Zeit nehmen, um ihren Blick zu entspannen oder in die Ferne zu schauen. Vitamin-D-Mangel durch zu wenig Zeit im Sonnenlicht ist ebenfalls schlecht für die Sehkraft.

Gegenmittel: Die 20er-Regel - Mach alle 20 Minuten eine 20-Sekunden-Pause, um deine Augen auf etwas zu fokussieren, das 20 Meter entfernt ist. Und mindestens dreimal pro Woche 15 bis 20 Minuten in der Sonne spazieren.

Trockene Augen

Nicht nur durch die Bildschirm-Arbeit, sondern auch durchs Masken tragen gibt es einen Anstieg des Phänomens trockene Augen. Die intensive Konzentration auf einen digitalen Schirm reduziert die normale Blinzelrate um 30 %,  deshalb sind die Augen länger offen und anfälliger für Trockenheit. Beim langen Tragen der Maske wiederum, wie es in vielen Berufen verlangt ist, entsteht die Austrocknung aufgrund des konstanten Flusses der ausgeatmeten Luft auf die exponierten Augen.

Gegenmittel: Darauf achten, dass du während der Computerarbeit immer wieder kräftig und vollständig blinzelst. Viel trinken, und zwar nicht nur Kaffee. Bei maskenbedingt trockenem Auge empfehlen Experten, den biegsamen Nasendraht so zu formen, dass die Luft nicht in Richtung der Augen geleitet wird. Plus: alle paar Stunden eine Pause vom Maskentragen einzulegen, damit sich die Augen erholen können und Augentropfen anzuwenden.

Das Computersehsyndrom

Am Bildschirm muss das Auge härter arbeiten. Das liegt an Dingen wie Buchstaben, die nicht scharf definiert sind, Wörter und Hintergründe, zwischen denen nicht genug Kontrast ist, an Blendung und Reflexionen auf dem Bildschirm und auch manchmal am falschen Abstand. Resultat: Überanstrengung der Augen, Kopfschmerzen, verschwommenes Sehen und trockene Augen. 

Gegenmittel: Häufige Pausen bei der Bildschirmnutzung, eventuell die Verwendung von Blendfiltern. Bei stärkeren Symptomen Besuch beim Augenarzt oder Optiker, um sich eventuell eine spezielle Computerbrille zuzulegen.

Auch deine Augen wollen regelmäßig entspannt werden! © Unsplash/ Alexandru Zdrobau

Konvergenzinsuffizienz

Das ist eine Störung des beidäugigen Sehens, gekennzeichnet durch eine verringerte Fähigkeit der Augen, sich aufeinander zuzudrehen - sprich, zu schielen. Es entsteht ebenfalls durch fixierte visuelle Tätigkeiten in der Nähe. Resultat: verschwommenes Sehen, Doppeltsehen, Augenschmerzen, Kopfschmerzen oder Konzentrationsschwierigkeiten bei längerer Naharbeit.

Gegenmittel: Halte einen Bleistift 12 Zentimeter von deiner Nase entfernt und führe ihn langsam zur Nase. Mach davon jede Stunde 10 Wiederholungen, um sowohl die Augen wieder zum Arbeiten zu bringen als auch ihnen eine Pause vom Bildschirm zu geben.

Blepharitis - Entzündung der Augenlider

Ein bisschen zu wenig Reinigung, und abgestoßene Hautzellen und Ablagerungen aus deiner Umgebung können sich in deinen Wimpern verfangen und Blepharitis, eine Entzündung der Augenlider, verursachen. Folge: gerötete Lidränder, Schwellungen, Schmerzen und Symptome des trockenen Auges wie Brennen, Stechen und Lichtempfindlichkeit. 

Gegenmittel: Häufiges Waschen von Kopfhaut und Gesicht. Da eine Blepharitis aber oft auch eine Folge anderer Hauterkrankungen oder Allergien ist, bitte beim Arzt abklären lassen!

Roter Rand am Augenlid ist ein Warnsignal! © Unsplash/ Daniil Kuzelev

Augenverletzungen und Abschürfungen

Viele Menschen haben den Lockdown genutzt, um Zuhause zu renovieren oder im Garten zu arbeiten. Das kann zu Augenverletzungen führen wie Hornhautabschürfungen (ein Kratzer auf der Hornhaut) oder auch Hornhautfremdkörper (Teilchen, die sich im Auge verfangen haben). Das kann Augenschmerzen, Tränen, Unbehagen, Lichtempfindlichkeit und verschwommenes Sehen verursachen. 

Gegenmittel: Beim Arbeiten eine Schutzbrille tragen. Wenn Ausspülen des Auges mit sauberem Wasser oder einer Kochsalzlösung nicht mehr hilft, dann ab zum Augenarzt! 

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Netzhautschädigung

Die Retinopathia centralis serosa – auch als Managerkrankheit bekannt, ist eine Flüssigkeitsansammlung unter der Netzhaut, die Sehstörungen verursacht. Der wichtigste Risikofaktor dafür ? Extremer Stress. Sie betrifft in der Regel nur ein Auge mit deutlich verschwommenem Sehen in der Mitte, dunklen Flecken und einer Verzerrung des Sehens im Vergleich zum nicht betroffenen Auge.

Gegenmittel: Stressbewältigung wie meditieren, Sport treiben, sich gesund ernähren, genug Schlaf bekommen.