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Daniel Chytra

Vorwürfe gegen "Die Bachelorette"

© Karolina Siewko/STYLE UP YOUR LIFE!

Als erster Österreicher bei „Die Bachelorette 2019“ hat Daniel Chytra im TV richtig polarisiert. Fans und Hater kennen ihn als „Danger Dan“. STYLE UP YOUR LIFE! hat den Salzburger zum Interview getroffen und staunte nicht schlecht. So ist „Danger Dan“ wirklich.

Daniel Chytra sorgte bei der "Bachelorette" Staffel 2019 für einige Aufreger. Streitereien mit seinen Rivalen Oggy und Andreas und Missverständnisse bei Bachelorette Gerda standen am Tagesprogramm. Der Salzburger fühlte sich missverstanden und wollte sich bei der darauf folgenden Staffel "Bachelor in Paradise" neu positionieren.

Und das gelang dem 36-Jährigen nur allzu gut. Selbstbewusst buhlte Daniel im Paradis um die hübsche Blondine Samantha. Auch wenn aus der Liebe damals nichts wurde, überraschte er Ende 2019 mit seiner neuen Flamme Daniela seine Fans. Für ihn ging es dann mit uns zum Einrichten des gemeinsamen Wohlfühl-Orts zu mömax. Was er dabei stilsicher aussuchte, kannst du hier nachsehen:

STYLE UP YOUR LIFE! hat Daniel Chytra außerdem nach seiner Teilnahme bie der "Bachelorette" zum Interview getroffen und ihm dabei so manches Geheimnis entlockt.

Du warst bei der deutschen Dating-Show „Take Me Out“, dann bei „Die Bachelorette 2019“ und beim TV-Format „Bachelor In Paradise 2019“. Du scheinst tatsächlich zu glauben im TV die große Liebe zu finden. Warum?

Ich habe mich bei „Die Bachelorette 2019“ beworben, da ich den Gewinner der letzten Staffel (Anm. Alexander Hindersmann) kennen gelernt habe. Mit dem Alexander bin ich im Jänner in Saalfelden dank meiner Firma Eagle Eye Gleitschirm geflogen. Wir haben uns auf Anhieb gut verstanden und er hat von seiner Zeit bei diesem TV-Format sehr positiv gesprochen. Es war eine coole Zeit und dazu kam der Aspekt eine Frau kennen lernen zu dürfen. Er hat meine Neugierde geweckt und so habe ich mich selbst bei „Die Bachelorette 2019“ beworben. „Take Me Out“ entstand dadurch, dass ich zu dem damaligen Zeitpunkt Mr. Salzburg war und RTL mich für ein „Mister-Special“ angefragt hat. Das war für mich aber eher Jux und Spaß, weil ich die Sendung cool finde und den Ralf Schmitz sowieso. Die beiden TV-Formate kann man auch gar nicht vergleichen. „Die Bachelorette 2019“ ist da schon intensiver, man ist immer auf das Wesentliche fokussiert, völlig abgeschirmt von der Außenwelt. Man hat nicht einmal sein Handy bei der Hand. Auf jeden Fall kann man sich bei so einer Sendung verlieben. Und Gerda Lewis hat mir auch von Anfang an sehr gut gefallen. Das will ich gar nicht abstreiten. Außerdem: Durch die Medienreichweite, die dieses Format hat, lernt man jetzt auch im Nachhinein noch viele Frauen kennen, vor allem durch die sozialen Netzwerke, die man sonst nicht erreicht hätte.

Hand aufs Herz, böse Zungen behaupten, viele nehmen nur an solchen TV-Shows teil, um selbst bekannt – also fame – zu werden. Was sagst du dazu?

Da bin ich mir zu 100 Prozent sicher, dass dem so ist. Ich kann und will gar nicht abstreiten, dass ich im Vorfeld wusste, dass es meinen Bekanntheitsgrad steigert. Das weiß man. Aber ich dachte tatsächlich, es könnte klappen mit der großen Liebe.

Ich bin nicht so, wie ich in der Sendung dargestellt worden bin. Es hat mich tatsächlich getroffen und wirklich mitgenommen! Daniel Chytra

Aber wirklich romantisch und privat ist so eine Kuppel-Show ja nicht. So viele andere Menschen, nicht nur die Mitbewerber, sondern auch das TV-Team sind ständig in greifbarer Nähe. Ein Umfeld in dem man sich verlieben kann?

Ja, ist es. Man hat seine Dates und reichlich Zeit um sich kennenzulernen und miteinander zu reden. Es sind Gespräche, die du auch im normalen Leben mit einer Frau führen würdest. Man vergisst die Kameras und konzentriert sich auf sein Gegenüber. Ich bin authentisch, ich kann mich nicht verstellen. Andere hingegen haben eine richtige Show abgezogen. Kaum ist die Kamera gelaufen, waren die ganz anders. Und natürlich werden nur einzelne Elemente der Show ausgestrahlt. Etliche Sequenzen von den Dreharbeiten bei „Die Bachelorette 2019“ mit Gerda Lewis werden nicht gezeigt. Es geht darum die Show für die Zuschauer zu inszenieren. Ich bin nicht so, wie ich in der Sendung dargestellt worden bin. Es hat mich tatsächlich getroffen und wirklich mitgenommen, weil das was die Zuschauer sehen, das bin nicht ich.

Daniel Chytra im Interview mit STYLE UP YOUR LIFE! © Karolina Siewko/STYLE UP YOUR LIFE!

Aber all diese Tatsachen weiß man ja im Vorfeld, wenn man an einer TV-Show teilnimmt. Letztlich geht es doch immer um die Quote…die viel wichtigere Frage ist doch: Hast du dich in die Bachelorette Gerda Lewis verliebt?

Ich muss ganz ehrlich sagen, sie hat mich optisch sehr geflasht am Anfang. Plötzlich steht eine wunderschöne Frau vor dir, super Kleid, die Atmosphäre ist geil und sie ist ja auch eine hübsche Frau, das kann man gar nicht bestreiten. Aber ich stehe auf Herzlichkeit und einen sehr lieben Charakter. Und ich habe schlussendlich gemerkt, dass die Bachelorette das für mich persönlich eigentlich nicht hat. Es war schnell klar, dass sie gewisse Typen bevorzugt, auf die sie auch zugeht, wie etwa David, Keno oder Tim. Aber da ging es vielleicht auch um sprachliche Barrieren. Sie hat wohl meinen Bergwitz nicht verstanden und da ich eigentlich im Dialekt spreche und dort auf Hochdeutsch konzentriert war, ist es schwer die eigenen Gefühle richtig rüberzubringen. Natürlich ist mir klar, dass ich polarisiert habe. Aber ich lasse mich auch von keinem blöd anmachen. Wenn mich jemand stört, so wie es etwa bei Oggy der Fall war, dann beweise ich Rückgrat und spreche das auch an. Das konnte man danach auch nochmal im Paradise sehen. Da hat man aber gemerkt, dass Gras über die Sache gewachsen ist.

Überraschend aber war, wie ähnlich sich Frauen und Männer tatsächlich sind, wenn es um Reibereien und Zickereien untereinander geht. Da stehen sich die Geschlechter aber wirklich um nichts nach…

Und wie – Vollgas. Mir ist ein respektvoller Umgang wichtig, aber wenn unterschiedliche Charaktere aufeinander treffen und wenn man von Konkurrenten umgeben ist, dann passieren auch Zickereien. Und klar gab es auch Grüppchenbildungen, man freundet sich an. Ganz nach dem Motto gleich und gleich gesellt sich gern. Aber von diesen Geschichten lebt ja auch die Show.

Welche Erfahrungen nimmst du jetzt mit? Überwiegen die positiven oder negativen Gefühle?

Es war eine Lebenserfahrung. Letztlich gibt es im Vorfeld ein großes Auswahlverfahren. Da sind zig tausende Bewerber und nur 20 werden ausgewählt. Und Florian und ich waren die ersten Österreicher bei „Die Bachelorette 2019“. Es war eine nervenaufreibende Zeit, aber es war eine coole Erfahrung. Aber wie gesagt, man ist eine lange Zeit von der Umwelt abgeschnitten und dem Ganzen auch ausgeliefert. Und dabei läuft das Leben fast nur noch auf Instagram ab. Wenn ich überlege, wann ich das letzte Mal ein Mädchen in einer Bar angesprochen habe – daran kann ich mich nicht einmal mehr erinnern. Darüber hinaus, durch die Medienpräsenz kommen jetzt viele Anfragen von Frauen, die mit mir fliegen wollen. Das ist für meine Firma Eagle Eye natürlich ein Gewinn.

Ich bin generell mit gemischten Gefühlen rein gegangen und habe gehofft, dass man mich nicht vorverurteilt, wegen einer TV-Sendung. Daniel Chytra

Und wie war es danach bei „Bachelor In Paradise“? Auch hier hast du polarisiert.

Ich bin generell mit gemischten Gefühlen rein gegangen und habe gehofft, dass man mich nicht vorverurteilt, wegen einer TV-Sendung. Wie gesagt, ich bin ganz anders als es dargestellt wurde und habe die Erfahrung machen dürfen, dort auf Leute zu treffen, die wissen, wie so eine Sendung funktioniert und das die Darstellung im Hinblick auf die Quote geschnitten wird. Ich hab die Zeit genossen mit den Mädels und Jungs. Man hat mehr Zeit und ich musste nicht ständig um ein Zeitfenster kämpfen um mit der Frau ein Gespräch führen zu können. Ich möchte generell nicht immer nur kämpfen, eine Frau soll sich ja auch für mich interessieren. Einseitiges Interesse kann nicht zum Ziel führen. Man macht quasi einen 5 Sterne de luxe Urlaub in Thailand, genießt die wahnsinnige Kulisse und kann 24/7 Mädchen kennen lernen. Und sich mit ihnen in der traumhaften Kulisse auch zurückziehen. Schlussendlich habe ich gemerkt, dass mir dieses Format von RTL eindeutig besser liegt. Leider hat es trotzdem nicht geklappt, das lag vermutlich an der kurzen Zeit, die ich dort hatte. (Anm.d.Red.: Seit 2020 ist Daniel jedoch nicht mehr alleine und glücklich mit seiner Liebsten Daniela)

Würdest du dich als eifersüchtig bezeichnen?

Ich hasse Eifersucht. Eine gewisse Grund-Eifersucht ist schon gesund. Aber krankhafte Eifersucht gibt es bei mir nicht. Anfangs war ich bei den Kuppel-Shows voll motiviert und auch wirklich ehrgeizig. Aber das flaut dann ab, man merkt schnell dass sich die Bachelorette Gerda zu anderen Kandidaten hingezogen fühlt und damit war es auch okay, dass ich rausgeflogen bin. Wäre ich im Finale unter den letzten zwei Bewerber, dann wären mit Sicherheit intensive Gefühle im Spiel und kriegt man dann die finale Rose nicht, dann bricht eine Welt für dich zusammen, wenn es die Richtige war. Ähnlich war es im Paradies.

Du warst schon einmal verheiratet?

Ich war bereits verheiratet. Ich habe sie sehr geliebt, ihr nach acht Monaten einen Antrag gemacht und sehr jung geheiratet und zwar sieben Jahre lang. Meine Frau und ich haben gemeinsam eine Firma aufgebaut. Dadurch hatte ich auch nie ein richtiges Partyleben. Ich habe sehr früh versucht mir meine Standbeine aufzubauen. Ich wollte immer selbstständig sein. Meine Ex-Frau und ich sind aber auch heute noch die besten Freunde, unterstützen einander nach wie vor. Aber wir haben uns dabei auch weiter entwickelt und nicht unbedingt in die gleiche Richtung. Wir haben gemeinsam beschlossen, bevor wir uns kaputt machen, machen wir einen Strich unter das Ganze und trennen uns in Freundschaft und so war es dann auch.

Dieser Unfall hat fast mein Leben beendet. Das hat mich viel gelehrt. Aufgeben ist keine Option. Daniel Chytra

Daniel, du betonst stetig: „So wie man dich im TV erlebt hat, so bist du nicht.“ Wie bist du denn nun wirklich?

Ich komme aus dem Leistungssportbereich und war immer schon darauf konzentriert. 2005 auf 2006 fand es ein abruptes Ende, da ich beim Gleitschirmfliegen einen tragischen Unfall hatte. Dieser Unfall hat fast mein Leben beendet. Dabei wäre mir fast mein rechtes Bein abgenommen worden. Und auch das linke Bein war gebrochen. Die Ärzte waren anfangs wenig optimistisch, meinten auch ich würde nicht wieder normal gehen können. Auch mein Unterkiefer war gebrochen und so musste ich ins Krankenhaus nach Salzburg überstellt werden. Was folgte war eine stundenlange Operation, Reha und erst nach zwei Jahren konnte ich wieder gehen. Alles was ich wollte, war wieder fliegen dürfen. Und als ich wieder mit beiden Beinen im Leben stehen konnte, bin ich wieder Motorcross gefahren und wieder Fliegen gegangen. Mittlerweile habe ich mich auch selbstständig gemacht mit meiner Gleitschul-Firma Eagle Eye. Der Unfall hat mich viel gelehrt. Aufgeben ist keine Option. Ich habe mich mit einem starken Willen und Kampfgeist nach dem Unfall zurück ins Leben gekämpft.

Der Bachelorette-Kandidat stand Rede und Antwort. © Karolina Siewko/STYLE UP YOUR LIFE!

Reden wir über deine Tattoos. Die haben alle eine Bedeutung?

Jedes Tattoo hat für mich eine ganz bestimmte Bedeutung. In der Sendung wurde ich ja immer „Danger Dan“ genannt, weil auf meinem Arm „Danger“ steht. Das Tattoo ist einem sehr guten Freund gewidmet, er ist leider schon gestorben und sein Spitzname war „Danger“. Klar kann man das auch auf mich ummünzen. Schließlich lebe ich durch mein Hobby, das Fliegen, ja auch gefährlich. Aber die eigentliche Bedeutung dahinter ist eine ganz andere. Oder mein Tattoo „Ink, Not Mink“ … „Farbe statt Pelz“ ist auch ein Motto aus Überzeugung. Ich habe ja selbst zwei Katzen und einen Hund und bin ein Pelz-Gegner. Auch im kleinsten Pelzkragen hat noch ein Herz geschlagen und die Misshandlung der Tiere ist untragbar. Tatsache ist aber, wenn man ein Tattoo hat, das andere sehen können, dann ist man angreifbar. Das ist einfach so. Wer nachfragt, bekommt die Erklärung. Wer einfach etwas hineininterpretieren will, der macht das eben.

Kommen in absehbarer Zeit neue Tattoos dazu?

Definitiv. Auf der Brust zwei Adlerköpfe, damit ich das mit meinen Flügeln verbinden kann. Mein Sternzeichen Stier kommt noch auf den Arm.

Muss oder sollte deine Traumfrau tätowiert sein?

Tattoos sind schon sexy, es muss aber zum Typ passen. Bei Gerda war es richtig gut, ihre Tattoos waren dezent und das passt zu ihr. Aber wenn eine Frau jetzt gar keine Tattoos hat, ist das auch okay. Einer meiner besten Freundinnen ist komplett zu tätowiert, bei der ist gar nichts mehr frei, steht ihr aber richtig gut. Und wäre ich nicht so eine Memme, ich könnte es mir bei mir auch vorstellen. Heutzutage ist es eh schon gar nicht mehr so leicht, jemanden ganz ohne Tattoos zu finden…

Moment, du bist eine Memme?

Ja, voll. Das Tätowieren tut ja voll weh, da bin ich offen und ehrlich. Das ist nicht fein. Man sollte aus diesem Grund zu 100 Prozent dahinter stehen und sich das genau überlegen.

Daniel, wo siehst du dich in zehn Jahren?

Ich würde mich mit einer Partnerin an meiner Seite sehen und ich würde auch noch einmal heiraten. Es muss nicht sein, aber wenn alles passt, auf jeden Fall. Und wenn wir Kinder kriegen ist das fein, vielleicht hat sie schon ein Kind, wäre auch voll fein. Torschlusspanik habe ich aber keine… Ich möchte mit meiner Partnerin um die Welt reisen. Aber generell bin ich mit meinem Leben sehr zufrieden, aber bestimmt nicht am Ziel angelangt.

Hast du Ambitionen in Richtung Schauspiel, Moderation oder Ähnlichem?

Ich habe seit 2012 meine Drohnenfirma und habe für Produktionsfirmen gearbeitet. Tatsächlich sehe ich mich eher vor der Kamera. Moderation würde mir schon gefallen. Ich habe ja bereits Erfahrung als Radio-Moderator. Wenn ich mich fortbilden würde, in Richtung Rhetorik und Redekunst usw. finde ich das einen interessanten Beruf. Und ich rede gern.

„Danger Dan“ im Interview mit unseren Redakteurinnen Jasmin Schakfeh und Lana Schneider. © Karolina Siewko/STYLE UP YOUR LIFE!

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