Zum Inhalt springen (Alt+0)Zum Hauptmenü springen (Alt+1)
Eine ganz spezielle Zeit

Barbara Meier: "Ein Baby im Corona-Jahr - so habe ich es erlebt"

Topmodel und Nachhaltigkeits-Botschafterin Barbara Meier hat ihr erstes Baby mitten in den Turbulenzen der Pandemie bekommen. Wie sich das anfühlt, in Zeiten von Corona Mutter zu werden, und welche Tipps sie für werdende Mamas in dieser herausfordernden Zeit hat, erzählt sie im großen STYLE UP YOUR LIFE! Exklusiv-Interview. Plus: Was sie als nächstes plant ...

Wenn das erste Baby und die erste Pandemie seit 100 Jahren in einem Leben zeitlich aufeinander treffen, läuft vieles anders als erwartet. Barbara Meier, die sich seit Jahren für einen bewussten Umgang mit der Welt einsetzt, hat mit uns über Schwangerschaft und erste Monate mit ihrer Tochter Marie-Therese gesprochen.

Barbara, wie ist es dir mit der Schwangerschaft im letzten Frühjahr ergangen?

Marie-Therese ist ja Anfang Juli letzten Jahres auf die Welt gekommen. Im Frühling, also beim ersten Lockdown im März 2020, war ich eigentlich noch nicht so groß beunruhigt. Es hieß ja anfangs, Schwangere sind keine Risikogruppe, nicht in der größten Gefahr. Aber natürlich, als Schwangere macht man sich ja immer auch Sorgen. In diesem Fall war es eher um meine Familie, gar nicht so um mich. Ich war dann viel zuhause und hatte dadurch eine entspannte Schwangerschaft. Ohne Corona hätte ich beruflich viel reisen müssen, Paris, Ausland, innerhalb Deutschlands - das fiel dann alles weg.  

Wie ist es dann in den ersten Wochen mit Baby gewesen?

Das war natürlich alles ein bisschen anders, als ich mir das vorgestellt hatte. Im Krankenhaus durfte mich niemand besuchen, nur mein Mann konnte – mit einem frischen Test – bei der Geburt dabei sein. Danach, der Sommer, war ein bisschen entspannter. Aber mit einem Neugeborenen geht man ja eh nicht so viel raus. Es war natürlich traurig, dass ich einen Großteil der Familie nicht sehen konnte. Von meiner großen Verwandtschaft haben viele das Baby jetzt noch gar nicht gesehen. Und das ist schon ein komisches Gefühl, dass ein Teil meiner Familie meine Tochter noch nicht kennt.

Was sind deine Tipps für andere junge Mütter in dieser Situation?

Man darf keine Panik haben, damit das Kind den Stress nicht abkriegt, aber man sollte Respekt haben. Es hilft auch, oft mit Ärzten zu sprechen, wenn man Bedenken hat. Sich auf dem neuesten Stand und an alle Regeln halten, das beruhigt. Man weiß ja, was man tun kann, um sich zu schützen. 

Und, ich habe immer sehr viel mit Freunden und Eltern telefoniert. Nach der Geburt haben wir oft  per Video telefoniert, damit sie die Kleine sehen können, um sie herzuzeigen.

Hast du jetzt, für dich oder das Baby, Angst vor einer Infektion?

Wir achten sehr darauf, dass wir Abstand halten – den Babyelefant zum Baby. Aber natürlich, auch das ist schade, denn jeder würde sie ja gerne mal im Arm halten. Doch wenn man das große Bild sieht, was gerade überall auf der Welt passiert, ist es nicht so wichtig, dass man es sich anders vorgestellt hat, wie das mit Baby laufen wird.

Hast du dich jetzt im Lockdown isoliert gefühlt?

Es geht, weil ich ja nie ganz allein war, ich habe ja die Kleine und meinen Mann. Zeit mit dem Baby zu verbringen ist wunderschön. Für mich ist es auch ok, Zeit mit mir alleine zu verbringen, mir geht's da gut. Mittlerweile merke ich allerdings schon, dass mir meine Freunde fehlen. Trotzdem freue ich mich schon sehr darauf, meine Freunde und die ganze Familie wieder zu sehen, die große Besuchs-Runde machen. Derzeit ist es ein Highlight des Tages, zum Drogeriemarkt zu gehen.

Wie geht es Marie-Therese heute, was kann sie denn schon alles?

Sitzen, lachen - das kann sie sehr gut! Sie ist ein sehr ausgeglichenes Baby, das nicht viel schreit. Das liegt auch vielleicht daran, dass die Schwangerschaft sehr ruhig war, damals im Lockdown im Frühjahr 2020. Jeder Tag mit ihr ist spannend, jeder Tag ist neu.

Wie denkst du über die Zukunft und die Pandemie?

Um mich habe ich da gar nicht so große Angst, mehr um Eltern und Verwandtschaft. Da kommt plötzlich eine neue Mutation, oder der Impfstoff kommt nicht, da gibt es immer wieder neue Dinge, die mir schon Sorgen machen.

Denkst du, die Situation wird sich auf die Entwicklung deines Kindes auswirken?

Nun, jetzt ist sie noch zufrieden, ihre kleine Welt hier Zuhause zu entdecken. Aber bald – ob man jetzt an Babyschwimmen denkt oder was auch immer - wird sich das ändern. Und das ist natürlich schon schade, dass das alles so eingeschränkt ist. Doch da müssen wir jetzt alle durch, dass soziale Interaktionen eingeschränkt sind.

Und was planst du beruflich als nächstes?

Für Mai plane ich die Lancierung einer nachhaltigen Mama-Kind-Kollektion. Die ist vom Grünen Knopf zertifiziert, einem Nachhaltigkeits-Siegel, für das ich auch Botschafterin bin. Dafür habe ich zum ersten Mal Teile entworfen, Mama und Baby aufeinander abgestimmt, und das hat mir echt Spaß gemacht, da freue ich mich schon sehr drauf!