Deswegen erlauben die USA jetzt rezeptfreie Antibaby-Pillen

In den Vereinigten Staaten wurde ein bahnbrechender Schritt vollzogen: Zum ersten Mal wurde eine rezeptfreie Verhütungspille zugelassen. Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat dem Pharmakonzern Perrigo die Genehmigung für die Antibabypille Opill erteilt.

Diese östrogenfreie Minipille kann künftig ohne ärztliches Rezept in Drogerien, Supermärkten und im Internet erworben werden. Diese Entwicklung bedeutet eine deutliche Vereinfachung des Zugangs zu Verhütungsmitteln in den USA.

Am Donnerstag erklärte die FDA, dass fast die Hälfte der mehr als sechs Millionen Schwangerschaften pro Jahr in den USA ungewollt sei. Der Zugang zu einer rezeptfreien Verhütungspille könne helfen, die Zahl der ungewollten Schwangerschaften mit potenziell negativen Auswirkungen zu reduzieren.

Opill enthält Gestagen, jedoch kein Östrogen. Bereits 1973 erhielt die Pille des Herstellers HRA Pharma, der im letzten Jahr von Perrigo übernommen wurde, eine Zulassung auf Rezept. Nun ist es für Frauen nicht mehr erforderlich, zum Arzt zu gehen, um diese Antibabypille zu erwerben.
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