Was ist "Dickmorphia"?
Immer wieder werden Penislängen in den Medien, aber auch in Männerkreisen diskutiert. Die Diskussion um die perfekte Länge scheint kein Ende zu nehmen. Dass diese ständigen Vergleiche bei manchen Männern zu Selbstwertproblemen führen können, ist kein Geheimnis. Nun spricht die Wissenschaft von der sogenannten "Dickmorphia".
Doch was versteht man unter diesem Begriff? Wenn die Gedanken ständig um die Form und Größe des eigenen Glieds kreisen, kann es durchaus sein, dass man an "Dickmorphia" leidet. Betroffene können ihr Geschlechtsorgan nicht mehr objektiv beurteilen und sind sich sicher es sei viel zu klein, trotz Durchschnittslänge.
In der Medizin spricht man auch vom "Small Penis Syndrom". Dass dieses Phänomen weiter verbreitet ist, als es scheint, zeigt sich in einer Studie, die zu dem Ergebnis kam, dass jeder zweite Mann gerne einen längeren Penis hätte. Die sogenannte "Dickmorphia" kann insofern problematisch werden, da sie zu einer verzerrten Wahrnehmung führt. Als Folge davon kann es bei Betroffenen zu depressiven Schüben und Angstzuständen kommen.
Eine Studie, die 2008 durchgeführt wurde kam zu einem erschreckenden Ergebnis: 68 Prozent der befragten 200 Männer gaben an, ihre Penisgröße sei ein Problem für sie.
Doch Forscher sind sich sicher, dass ein Großteil der Komplexe rund um die Größe des Glieds mit Erzählungen über die Penisgröße zusammenhängt. Viele Männer schmücken in ihrem Freundeskreis die Wahrheit etwas aus und lösen damit einen großen Druck bei anderen Männern aus.
Dickmorphie führt in vielen Fällen zu Leistungsdruck und Versagensängsten, welche Erektionsstörungen zur Folge haben können.