Todesfall

Ermittler rekonstruieren letzten Minuten von Felix Baumgartner

Felix Baumgartner
ServusTV erinnert mit einer neuen Doku an Felix Baumgartner © ServusTV

Die Obduktion des tödlich verunglückten Extremsportlers Felix Baumgartner hat einen Herzstillstand als Todesursache ausgeschlossen. Nun richten sich die Ermittlungen auf seine letzten Minuten in der Luft.

Nach dem tödlichen Absturz von Extremsportler Felix Baumgartner am vergangenen Donnerstag in Porto Sant’Elpidio nimmt die Untersuchung nun eine entscheidende Wendung. Wie aus Ermittlerkreisen der Staatsanwaltschaft in Fermo verlautet, hat die Obduktion einen Herzstillstand als Todesursache ausgeschlossen. Damit rücken nun technische Faktoren stärker in den Fokus sowie die letzten dramatischen Minuten in der Luft.

Besonderes Augenmerk gilt einer am Fluggerät angebrachten Videokamera. Diese war an Baumgartners motorisiertem Gleitschirm montiert und könnte, sofern das Speichersystem unbeschädigt ist, zentrale Hinweise zum Unfallhergang liefern. Die Ermittler wollen klären, ob die Bilder aufzeichnen, was in der kritischen Phase kurz vor dem Absturz geschah und ob sich Anzeichen für eine technische Fehlfunktion oder menschliches Versagen zeigen. Ein gerichtlich beauftragter Sachverständiger wurde mit der Auswertung des Fluggeräts betraut. Das Gutachten soll unter anderem klären, wer die Kamera installiert hat, wie der Zustand des Fluggeräts war und ob beim Start oder während des Fluges Fehler begangen worden sind. Besonders kritisch: Der Notfallschirm hatte sich offenbar nicht geöffnet und auch dafür soll das Gutachten eine Erklärung liefern.

Der Paraglider selbst stand im Besitz eines nahegelegenen Flugplatzes, nur wenige Minuten vom Unglücksort entfernt. Von dort war Baumgartner zu seinem letzten Flug aufgebrochen. Ob ein technisches Versagen oder eine Verkettung unglücklicher Umstände zur Katastrophe führte, ist derzeit noch offen. 

Die Obduktion hat inzwischen Klarheit über die unmittelbare Todesursache gebracht: Ein Genickbruch sowie eine schwere Verletzung des Rückenmarks führten beim Aufprall zum sofortigen Tod.

ServusTV erinnert mit Doku an eine Legende

Parallel zur laufenden Untersuchung veröffentlicht ServusTV eine bewegende Dokumentation über den Ausnahmesportler. Unter dem Titel "Felix Baumgartner - Geboren, um zu fliegen" wird das Leben eines Mannes gewürdigt, der den Himmel nie als Grenze sah.

Felix Baumgartner wurde 2012 mit seinem Sprung aus der Stratosphäre weltberühmt. Doch sein Lebenswerk war weit mehr als ein einzelner Rekord: Er war ein Visionär, ein Pilot mit außergewöhnlicher Präzision und ein Mensch mit großem Herz. Die Doku zeichnet seinen Weg nach, von den ersten Base-Jumps bis zur letzten Mission, 

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