Felix Baumgartner: So trauern jetzt seine Nachbarn um ihn
Nach dem tödlichen Paragliding-Unfall von Felix Baumgartner zeigt sich die Stadt Arbon tief betroffen. Nachbarn und Wegbegleiter erinnern sich an den Extremsportler als widersprüchlichen, aber herzlichen Menschen.
Nach dem tödlichen Paragliding-Unfall von Felix Baumgartner zeigt sich seine Heimatgemeinde Arbon TG tief betroffen. Der Extremsportler, der durch seinen Stratosphärensprung weltberühmt wurde, lebte in den vergangenen Jahren zurückgezogen in der Thurgauer Stadt am Bodensee und hinterlässt bei Nachbarn und Wegbegleitern eine emotionale Lücke, wie Schweizer Medien berichten.
In dem Mehrfamilienhaus, in dem Baumgartner gewohnt hat, wurden bereits Kerzen und Blumen niedergelegt. Der Tod des 56-Jährigen bewegt viele in der Nachbarschaft. "Felix Baumgartner lebte zurückgezogen in unserer Stadt", wird Stadtpräsident René Walther im Schweizer "Blick" zitiert. "Die Stadt Arbon hat mit großer Anteilnahme vom Tod von Felix Baumgartner vernommen und spricht den Angehörigen das tiefste Beileid aus."
Ein widersprüchlicher, aber herzlicher Mensch
Ruedi Schöbi, einer der direkten Nachbarn Baumgartners, erinnert sich an den Verstorbenen mit gemischten, aber warmen Gefühlen: "Er war ein Mensch, der ganz widersprüchliche Ideen verfolgte. Er sagte Dinge, die eigentlich nicht gehen, die daneben sind. Trotzdem war er eine sehr liebenswürdige Person." Persönlich habe er nie einen Konflikt mit dem Extremsportler gehabt. "Ich wünsche der Familie, dass sie Baumgartner so in Erinnerungen behalten können, wie er war: zwiespältig, widersprüchlich, aber eigentlich sehr herzlich."
Auch Monica Forster, ebenfalls Nachbarin, zeigt sich betroffen: "Ich werde Baumgartner sehr vermissen. Er wird uns sehr fehlen. Ich wünsche seiner Familie und Lebenspartnerin ganz viel Kraft beim Bewältigen dieses Schicksalsschlags."
Baumgartner hatte sich nach einem Steuerstreit mit den österreichischen Behörden in Arbon niedergelassen. In Österreich wurde ihm 2013 der Steuerrabatt aberkannt, seine Villa und sein Helikopter wurden beschlagnahmt. In der Schweiz fand er eine neue Heimat und Menschen, die ihn auch jenseits seiner Weltrekorde als Nachbarn schätzten.