„Ich bekomme Morddrohungen“: Diese „Forsthaus“-Kandidatin kennt die dunkle Seite des Internets
Hasskommentare, Gewaltfantasien und sogar Morddrohungen: Julia alias „trinksaufmich“ weiß längst, wie brutal das Internet sein kann. Mit feministischen und gesellschaftskritischen Inhalten sorgt die Influencerin regelmäßig für Diskussionen und bekommt dafür nicht nur Zustimmung.
Jetzt wagt sie gemeinsam mit ihrer langjährigen Partnerin Ebru alias „schwesta_ebra“ den nächsten Schritt: Die beiden ziehen ins „Forsthaus Rampensau“.
Und eines steht schon vor dem Einzug fest: Verbieten lassen sie sich den Mund auch dort nicht.
„Ich bekomme Morddrohungen“
Wer Julia auf Social Media folgt, kennt sie als direkt, meinungsstark und kompromisslos, wenn es um Themen wie Sexismus, Feminismus oder Gleichberechtigung geht. Doch genau diese Offenheit hat eine erschreckende Kehrseite. Julia sprach bereits öffentlich darüber, dass sie im Netz nicht nur mit harmlosen Beschimpfungen konfrontiert wird.
„Ich bekomme Morddrohungen“, erzählte sie in einem TV-Beitrag. Doch dabei blieb es offenbar nicht. Auch Vergewaltigungsfantasien und andere massive Hassnachrichten sollen sie erreicht haben.
Was für viele nur ein Kommentar unter einem Posting ist, kann für die Person dahinter plötzlich sehr real werden.
Aus Kritik wurde blanker Hass
Dass Menschen unterschiedlicher Meinung sind, gehört zum Internet. Doch bei Julia überschritten einige Reaktionen offenbar längst jede Grenze.
Wegen ihrer feministischen Inhalte wurde sie immer wieder zur Zielscheibe von Usern, die nicht diskutieren, sondern einschüchtern wollten. Julia begann deshalb sogar, Hassnachrichten weiterzuleiten und sich Unterstützung zu holen. Trotzdem änderte sie ihren Content nicht.
Statt leiser zu werden, sprach sie weiterhin über genau jene Themen, die manche offenbar besonders provozieren.
Auch Ebru wurde bedroht
Julia ist mit diesen Erfahrungen nicht allein. Auch ihre Partnerin Ebru kennt die dunkle Seite der Öffentlichkeit.
Als Rapperin „schwesta_ebra“ verarbeitet sie Themen wie toxische Männlichkeit, Sexismus und gesellschaftliche Ungleichheit in ihren Songs, oft mit viel Humor und Provokation. Doch auch bei ihr blieb es nicht bei bösen Kommentaren.
Ebru berichtete von Gewalt- und Morddrohungen. Ein Mann soll sogar angekündigt haben, nach Wien zu kommen und ihr etwas anzutun.
Für sie war damit eine Grenze überschritten. Sie zeigte ihn an.
Trotzdem lassen sie sich nicht einschüchtern
Julia und Ebru hätten allen Grund, sich aus öffentlichen Diskussionen zurückzuziehen. Doch genau das tun sie nicht. Im Gegenteil.
Beide nutzen ihre Reichweite weiterhin, um über Themen zu sprechen, die ihnen wichtig sind. Ebru macht schon vor dem Einzug ins Forsthaus deutlich, dass sie dort genauso auftreten will wie außerhalb der Show.
„In meinen Texten rappe ich über toxische Männlichkeit und Sexismus. Mal schauen, wie meine Haltung im Forsthaus ankommt.“ Eine Aussage, die durchaus spannend werden könnte. Denn im „Forsthaus Rampensau“ treffen Menschen mit völlig unterschiedlichen Persönlichkeiten, Lebensstilen und Meinungen auf engstem Raum aufeinander.
Seit 13 Jahren gehen sie gemeinsam durchs Leben
Dabei bringt das Paar etwas mit, das im Reality-TV durchaus zum Vorteil werden könnte: eine außergewöhnlich lange gemeinsame Geschichte.
Julia und Ebru kennen sich seit ihrer Schulzeit und sind seit 13 Jahren ein Paar. Sie wissen, wie die andere denkt, kennen ihre Stärken und Schwächen und vertrauen einander nach eigenen Angaben blind.
Während andere Forsthaus-Duos erst herausfinden müssen, wie sie unter Druck miteinander funktionieren, haben Julia und Ebru bereits mehr als ein Jahrzehnt Beziehung hinter sich. Doch Reality-TV ist noch einmal eine völlig andere Belastungsprobe.
Jetzt kommt der ultimative Test
Denn auf der Kärntner Alm können sie Diskussionen nicht einfach wegklicken. Da sitzen die Menschen, mit denen sie möglicherweise anecken, plötzlich direkt am selben Tisch. Dazu kommen Konkurrenzkampf, Spiele, Nominierungen und Kameras, die praktisch jede Reaktion einfangen.
Und genau hier könnte es spannend werden. Was passiert, wenn Julia und Ebru auf Mitbewohner treffen, deren Ansichten überhaupt nicht zu ihren eigenen passen? Bleiben sie gelassen? Oder wird es genau dann richtig laut?
„Ich werde mich nicht verbiegen“
Für Ebru scheint die Antwort bereits festzustehen. Sie will im Forsthaus vor allem eines: authentisch bleiben.
„Ich will auf jeden Fall da drin authentisch bleiben und mich nicht verbiegen.“ Nach allem, was die beiden außerhalb des Reality-TVs bereits erlebt haben, dürfte klar sein: Ein paar hitzige Diskussionen auf einer Kärntner Alm werden Julia und Ebru vermutlich nicht so schnell einschüchtern. Ob ihre klare Haltung allerdings auch bei allen anderen „Forsthaus“-Bewohnern gut ankommt? Das könnte eine der spannendsten Fragen der neuen Staffel werden.
„Forsthaus Rampensau“ startet am 9. Oktober 2026 um 20:15 Uhr auf JOYN und ATV.