Was ist das Langschläfer Syndrom?
Sieben bis neun Stunden Schlaf braucht der Mensch pro Tag im Idealfall. Ein Ziel, das wohl die meisten von uns nicht jeden Tag schaffen. Doch für manche Menschen wäre nicht einmal dieses Ideal ausreichend. Denn Personen mit dem sogenannten Long-Sleeper-Syndrome (deutsch: Langschläfer Syndrom) brauchen deutlich mehr Schlaf, um überhaupt ihren Alltag bestreiten zu können.
Als Langschläfer gelten jene Erwachsene, die pro Nacht mehr als neun bis zehn Stunden Schlaf brauchen. Bekommen sie diesen nicht, wirkt sich das negativ auf ihren ganzen Tag aus. Die Menschen sind dauermüde, erschöpft und unkonzentriert. In den meisten Fällen schlafen sie nicht schlecht; ganz im Gegenteil. Laut Untersuchungen haben viele Langschläfer einen durchgehenden Schlaf und eine gute Schlafqualität; sie benötigen jedoch deutlich mehr davon, um ihre Energien ausreichend aufzuladen.
Das hat nichts mit Faulheit oder einem schlechten Tag zu tun. Die Menschen mit dem Langschläfer Syndrom brauchen schlichtweg mehr Schlaf, um auf ein gleiches Energielevel wie Gleichaltrige zu kommen. Experten betonen, dass das Syndrom bei vielen Menschen schon in jungen Jahren anfängt und dann das Leben lang anhält. Grund dafür könnte eine genetische Veränderung sein, jedoch ist die Forschung in diesem Bereich noch in ihren Anfängen.
So häufig ist das Syndrom
Eine richtige Behandlung gibt es für das Syndrom übrigens nicht. Ärzte empfehlen, beim Langschläfer Syndrom die eigenen Routinen anzupassen; also unter anderem früher ins Bett zu gehen oder den Alkohol- und Koffeinkonsum einzuschränken, um die Schlafqualität zu verbessern.
Bevor jetzt aber die große Panik ausbricht, eine kleine Entwarnung: Nur weil man am Wochenende einmal länger schläft oder den Sonntag im Bett verbringt, hat man noch lange nicht das Langschläfer Syndrom. Laut Untersuchungen haben nämlich lediglich zwei Prozent der Menschen das Syndrom. Denn es trifft nur dann zu, wenn das lange Schlafen wirklich immer benötigt wird. Um das herauszufinden, raten Experten deshalb dazu, bei Verdacht auf das Syndrom den eigenen Schlaf eine Zeit lang zu tracken und zu überprüfen, wie viele Stunden man denn wirklich pro Nacht schläft.