"Mein Leben wurde mit einem Schlag zerstört": Simone Lugner hat Zukunftsängste
"Ich habe nach Richards Tod noch oft mit ihm geredet": Simone Lugner blickt auf ein Jahr voller Trauer und Kämpfe zurück. Am Todestag des Baulöwen möchte sie sein Grab trotzdem nicht besuchen.
Am 12. August jährt sich der Tod von Richard Lugner zum ersten Mal. Für seine Witwe Simone Lugner ist dieser Tag mit vielen Emotionen verbunden, doch den Weg zum Grab wird sie bewusst nicht antreten. Stattdessen will sie sich zurückziehen und in Stille trauern.
"Ich weiß nur, dass ich wahrscheinlich nicht zu Richards Grab gehen werde, da an dem Tag sicher auch viele andere Menschen dort sein werden. Ich möchte in Stille um ihn trauern", erklärt Simone im Interview mit "oe24". Der Rummel um den Baumeister, der Österreich jahrzehntelang medial begleitete, ist für sie in diesem Moment zu viel.
Dass Simone ihren eigenen Weg der Trauer geht, zieht sich wie ein roter Faden durch das vergangene Jahr. Nach dem Tod ihres Mannes sei ihr Leben "mit einem Schlag zerstört" worden. Viele der gemeinsamen Pläne, ob beruflich oder privat, seien in sich zusammengefallen. "Ich habe nach Richards Tod noch oft mit ihm geredet und immer wieder gefragt, warum er mir das angetan und mich allein gelassen hat."
Trauer kennt keine Regeln
Auch ein Jahr später ist sie weder auf der Suche nach einem neuen Partner, noch will sie sich zeitlich in ein gesellschaftliches Trauerkorsett zwängen. "Viele sprechen vom 'Trauerjahr', aber ich finde, dass ein Jahr nicht bindend sein soll. Es gibt auch Menschen, die länger brauchen, um einen Verlust zu verarbeiten", bilanziert die Witwe.