SOKO-Star Andreas Kiendl

"Ich fühle mich in der Adabei-Blase einfach nicht wohl!"

Andreas Kiendl hat mit "Leibnitz" seinen ersten Roman geschrieben. © Wolf Silveri

Nach "Soko Kitzbühel“ ermittelt Andreas Kiendl nun in der „Soko Donau“ wieder als Klaus Lechner. OBEGG traf den Schauspieler zum Smalltalk über sein Leben, seine Karriere und seine Heimat, die Steiermark.

Sie haben sechs Semester Chemie studiert. Warum sind Sie Schauspieler geworden?

Ich hatte das Dilemma des talentierten AHS-Absolventen: Mir wurde gesagt, ich könne alles machen.

Das Analytische war mir immer wichtig und dynamische Gleichgewichte, die Beschäftigung mit Bezugssystemen und die Verbindung von abstrakten Modellen mit empirischen, sinnlich fassbaren Phänomenen faszinieren mich. Darum die Chemie.

Das alles lässt sich aber auch auf die Kunst anwenden. Die Entscheidung für die Schauspielerei war letztlich die für einen Lebensstil und die Erkenntnis, dass man dort Erfolg hat, wo man Freude empfindet.

Sie sind wieder als SOKO-Kommissar zu sehen. Wie waren die Dreharbeiten?

Der Wiedereinstieg in die SOKO-Familie war wirklich schön. Ich habe mich in der Zwischenzeit entwickelt, wurde überaus herzlich empfangen und habe insgesamt ein sehr gutes Gefühl bei der Sache. 

Sie sind einer der wenigen Schauspieler, die man selten öffentlich trifft. Wie schaffen Sie es, Ihr Privatleben aus der Öffentlichkeit rauszuhalten?
Das ist nicht sonderlich schwierig. Ich fühle mich in der Adabei-Blase einfach nicht wohl, bin privat eher zurückgezogen und mache einfach meine Arbeit.

Sie sind gebürtiger Steirer, aufgewachsen in Deutschlandsberg, leben aber in Wien. Wo fühlen Sie sich mehr zuhause?

Heimat ist für mich die Familie, mein Beruf und auch Deutschlandsberg. Mittlerweile kenne ich mich auch in Wien schon recht gut aus. 

Sind Sie noch oft in Deutschlandsberg?

Ich verbringe je nach Möglichkeit etwa ein Viertel meiner Zeit in Deutschlandsberg.

Viele Leute vom Land flüchten in ihren jungen Jahren in die Großstadt und kehren nach Jahren wieder in ihre Heimat zurück. Könnten Sie sich vorstellen, wieder ganz in Deutschlandsberg 
zu leben?


Ich werde spielen, solange ich in der Lage dazu bin. Dafür muss ich zwangsläufig mobil bleiben. Außerdem möchte ich noch viel reisen. Aber ja, ich habe schon jetzt das Gefühl, dass das Landleben Qualitäten hat, die mir zunehmend wichtiger werden.

Soeben ist ihr Debütroman „Leibnitz“ erschienen. Warum gerade Leibnitz?

Leibnitz ist hier reiner Statthalter. Die Geschichte könnte auch im Weinviertel oder irgendwo in Deutschland oder Frankreich spielen. Aber natürlich fiel es mir leichter, von einer Gegend zu erzählen, über die ich topografisch, geschichtlich und sprachlich Bescheid weiß.

Deutschlandsberg wäre mir zu nah gewesen, der Verdacht zu groß, konkrete Menschen zu meinen. Das Schöne an Leibnitz ist, dass es nicht weit von mir daheim ist. Aber in meinem Leben war ich erst ein einziges Mal, anlässlich der steirischen „Schüler-Chemie-Olympiade“ dort. 

Sind Sie privat oft in der Südsteiermark unterwegs?

Ich kenne die Südsteiermark kaum, eigentlich nur vom Durchfahren. Die Gegend um Leutschach und den Remschnigg habe ich vor einigen Jahren aber kennen und schätzen gelernt.

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