Essen

Südsteiermark: Mit Laib und Seele

Bettina Tertinjek hat ihre Leidenschaft des Brotbackens zum Beruf gemacht. © Serschenhof

Was könnte besser zusammenpassen als Brot und Wein? In der Südsteiermark widmet man sich seit jeher der traditionellen Verarbeitung des Korns.

Serschenhof

Bettina Tertinjek ist dreifache Mama - doch neben diesem Fulltime-Job betreibt sie gemeinsam mit ihrem Mann den Serschenhof auf der Remschnigg Alm. "Ich wollte schon immer mit meinen eigenen Händen etwas Wertvolles schaffen, das auch nachhaltig ist.

Im hauseigenen Hofladen bietet Bettina Tertinjek neben Brotspezialitäten auch andere Köstlichkeiten an. © Serschenhof

Dass es mich dabei zur Kunst des Brotbackens verschlägt, war anfangs nicht geplant", sagt Bettina Tertinjek.

Angeregt von ihrem Interesse fürs Konditorenhandwerk erlernte sie das Brotbacken und unterrichtete Jahre darauf das Fach auch an der Berufsschule, ehe sie Mutter von drei Kindern wurde und ihren Weg in der Arbeit am Hof gefunden hat. 

Bettina Tertinjeks Interesse gilt auch der Kräuterkunde. © Serschenhof

Neben der Brotbackkunst widmet sich Bettina auch der Kräuterkunde. Als diplomierte Kräuterpädagogin führt sie in diversen Kursen Interessierte in die Materie ein und zeigt, wie vielfältig die Heilkräfte aus der Natur sind.

Infos zu allen angebotenen Kursen für Groß und Klein findet man unter: www.serschenhof.at

Haindlmühle

"Ich freue mich, wenn Menschen ein Lächeln im Gesicht haben - das beweist mir, dass ihr selbstgebackenes Brot gelungen ist", erzählt Johanna Haindl, die gemeinsam mit ihrem Mann Alois die Haindlmühle in Kalsdorf betreibt.

Johanna Haindl bäckt mit großer Leidenschaft Brot. © Stiefkind Fotografie

"Mein Mann Alois macht in unserer Mühle das tolle Mehl, das ich dann verbacke. Es schließt sich der Kreis vom Korn bis zum fertigen Brot", lächelt die geborene Heiligenkreuzerin, die nach Zwischenstopps in Vorarlberg und in der Schweiz schließlich nach Kalsdorf zog, in die Mühle der Familie Haindl.

Die Haindl Mühle liegt inmitten idyllischer Weizen- und Haferfelder. © Stiefkind Fotografie

Seither ist die diplomierte Ernährungsberaterin nach TCM ständig am Werken - bietet Brotbackkurse sowie Kochkurse nach den fünf Elementen an. Die sind ein gemütliches Come-Together von zehn bis zwölf Personen, man lernt sich bei Kaffee und Pizzafladen erst einmal kennen, stellt sich in der Runde vor und geht dann ans Werk des Brotbackens

Mein Mann Alois macht das tolle Mehl, das ich dann verbacke. Johanna Haindl

Wer sich erstmal überzeugen möchte, der hat jeden Donnerstag die Möglichkeit, vor Ort in der Mühle ofenfrisches Bauernbrot und Vollkornbrot mit Sauerteig zu kaufen. 

Wer es lieber fertig gemischt zum Selbstaufbacken möchte, der kann auch aus diversen Brotbackmischungen der Haindl Mühle wählen oder sich an exotischen Mehlsorten, Kürbiskernölen und lokalen Spezialitäten erfreuen. 

Traussner Mühle

Bei Dieter Tatzl hat man die Möglichkeit, die Herstellung des wichtigsten Rohstoffes für Brot kennenzulernen. "Wir produzieren hier 600 Tonnen Mehl pro Jahr und bearbeiten dafür einen Acker von rund 50 Hektar", so Dieter Tatzl. 

Dieter Tatzl hat im Jahr 2016 die Traussner Mühle übernommen. © Fotos beigestellt

Zwischen den bis zu 15 Mahlgängen, die vom Korn bis zum backfertigem Mehl nötig sind, wird das Mehl schonend mit einem Aufzug an den Start der Mühle im vierten Stock transportiert.

Maschinen wie anno dazumal sind in der Traussner Mühle immer noch in Betrieb. © Fotos beigestellt

Diese zwar in die Jahre gekommene, aber nach wie vor bewährte Technik, hat Dieter Tatzl dazu inspiriert, die Konstruktion aus dem 16. Jahrhundert zu einer Erlebnismühle zu machen. 

In der Traussner Mühle wird Weizen-, Roggen und Dinkelmehl hergestellt. © Fotos beigestellt

In der Ausstellung lernt man die Geschichte der Mühle und jene des Mehls kennen. In einem 3D-Film kann man vom Anbau bis zum Absacken dabei sein. 

Neben Weizen und Roggen wird hier auch Dinkel, Mais und Buchweizen verarbeitet und an Bäckereien, Ab-Hof-Kunden, Buschenschanken, Gastronomie und regionale Einzelhändler verkauft.

Nähere Infos unter: www.muehlerei.at

SmartBread

Das Ziel des Teams von SmartBread rund um den innovativen Bäckermeister Ferdinand Teschl aus der Südsteiermark in Pirching ist ehrgeizig: Sie möchten Menschen dabei helfen, ohne große Einschränkungen ihre Ernährung umzustellen und gesünder zu leben.

Bäckermeister Ferdinand Teschl möchte Menschen helfen, gesünder zu leben. © SmartBread

Er möchte all jenen schmackhafte Alternativen bieten, die mit Diabetes, Glutenunverträglichkeit, Allergien und anderen Nahrungsergänzungsunverträglichkeiten zu kämpfen haben. 

Brote zu backen, die auf Bestandteile wie Weizenmehl oder andere altbekannte Mehle verzichten und sowohl Hefe und jegliche Zusatz- oder Konservierungsstoffe auskommen, ist jedoch nicht gerade eine einfache Übung. 

Die Marke SmartBread bietet aktuell sechs verschiedene Frischbrote an. © Moni Fellner

Nach viel Tüftelei in der Backstube stand das Sortiment: Die Marke SmartBread bietet derzeits sechs verschiedene Frischbrote. Deren grundsätzliche Ausrichtungen sind Low Carb, glutenfreue Zutaten bzw. Paleo. Letztere orientieren sich etwa an der kohlenhydratarmen, aber dafür sehr nuss-, samen- und kernreichen Ernährung der Steinzeitmenschen. 

Alle Brote haben Bio-Qualität und kommen aus der Region.

Nähere Infos unter: www.eatsmartbread.at

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