Style Update

Outdoor-Mode ist alltagstauglich geworden

Bei Outdoor-Mode denken immer weniger Menschen an einen Wanderer mit einem schweren Rucksack, der sich mehrere Tage alleine durch die Wildnis schlägt. Outdoor ist im Alltag angekommen. © Pixabay © maxmann

Die Menschen zieht es heute mehr denn je nach draußen. Nicht nur Hobbysportler und Outdoor-Fanatiker suchen nach hochwertiger Funktionskleidung, die auch noch schick aussieht. Denn längst haben die Menschen beim Begriff Outdoor nicht mehr den abenteuerlustigen Rucksacktouristen im Kopf, der quer durch Asien reist. Hochwertige Funktionskleidung tragen die Menschen heute auch im Büro oder in der Fußgängerzone. Die Kleidung, die ursprünglich für die Natur konzipiert war, ist in der Stadt angekommen.

Verbraucher sind zu der Erkenntnis gelangt, dass Funktionskleidung sich auch im Alltag bewährt, nicht nur auf der Hüttentour durch die Alpen. Sie schützt vor Regen, wenn es mit dem Fahrrad zur Arbeit geht. Sie schützt im Winter vor Kälte und im Sommer vor Schweißgeruch und dem schädlichen UV-Licht. Das stellt die Produzenten vor neue Herausforderungen.

Outdoor-Mode muss stylisch sein

Outdoor-Mode musste bisher vor allem zwei Kriterien erfüllen: praktisch und funktional sein. Dadurch, dass viele diese Mode jetzt auch in der Stadt tragen, muss sie zudem auch stylisch sein. Bei einem Waldspaziergang muss die Kleidung nicht dieselben Funktionalitätskriterien erfüllen wie Kleidung für die Besteigung eines 8000ers im Himalaya. Die Kleidung ist alltagstauglich geworden.

Urbane Mode ist praktisch, funktional und stylisch zugleich. © Pixabay © pexels

Viele Hersteller haben heute modische Funktionskleidung im Angebot. Ihr besonderes Kennzeichen ist ihre Atmungsaktivität. Die Markenlogos haben sich bislang dezent im Hintergrund gehalten, waren klein, fast zu übersehen. Mittlerweile zieren T-Shirts und andere Kleidungsstücke großflächige Print-Motive, wie sie auch in der Freizeitmode weit verbreitet sind. Der Hersteller Maloja ist dafür ein gutes Beispiel.

Maloja ist Mode, die sich ebenso gut zum Outdoor-Sport, beispielsweise Bouldern, Steilhangklettern oder Freeriding eignet wie auch für alltägliche Freizeitbeschäftigung. Die Mode ist lässig und zum Wohlfühlen. Das Label zeichnet sich durch Originalität aus und ist nicht wie andere Outdoor-Label, die dem Mainstream folgen. Die Mode ist funktional, vielseitig und naturverbunden. Es kommen nur hochwertige Textilien zum Einsatz, die zum großen Teil bio-zertifiziert sind. Maloja macht das Genießen der Natur nicht nur in vielen Sportbereichen, sondern auch einfach bei einem Spaziergang in der Natur zum puren Genuss mit gutem Gewissen.

Ein anderes Verständnis von Outdoor herrscht vor

Es gibt ein neues Verständnis von Outdoor. Früher waren Outdoor-Fans Aussteiger. Heute ergänzt Outdoor den Alltag. Menschen gehen nicht mehr auf mehrtägige Wandertouren, sondern machen einen Kurztrip ins Grüne. Wochenendausflüge oder schon ein Nachmittag im Freien ist dafür ausreichend. Viele haben gar nicht die Zeit, lange Ausflüge zu machen, wollen dennoch die Natur in ihre Work-Life-Balance integrieren.

Die Jeans darf dabei natürlich nicht fehlen. © Pixabay © arrul

Für diese Tagesausflüge wollen die Stadtmenschen gerüstet sein. Dazu gehört immer die Satellitennavigation, selbst für einen einstündigen Ausflug. Dabei ist es so, dass die Outdoor-Kleidungshersteller auch hier viel Wert auf Funktionalität legen. Die urbanen Outdoor-Jacken sind ebenso wettertaublich wie die Kleidung, die für hochalpine Einsätze gedacht ist.

Der neue Trend zeigt sich beispielsweise in lockeren Schnitten und stadttauglicher Outdoor-Mode. Sie ist teilweise auch für urbane Trendsportarten gemacht, wie Slacklining oder Parcouring. Beim Slacklining geht es darum, auf einem Band oder einem dicken Seil zu balancieren. Beim Parcouring überwinden die Teilnehmer Hindernisse in der Stadt.

Die Schnittführung ist locker und lässig. © Pixabay © tama66

Urban Outdoor – das neue Thema für die Mode-Branche

Die Mode muss komfortabel und leicht sein. Wer die Funktionskleidung in der Stadt trägt, läuft in der Regel nicht mit einem 15 kg schweren Rucksack herum, zumindest nicht die meiste Zeit. Folglich können Jacken leichter sein, brauchen keine Verstärkung in den normalerweise stark beanspruchten Partien. Wichtig ist, dass die Mode atmungsaktiv ist. Moderne Textilien sind so gestaltet, dass zwar Luft hindurchströmen kann, Wasser kann jedoch keines durch.

Atmungsaktive Mode macht Outdoor-Aktivitäten viel angenehmer. © Pixabay © robomichalec

Urban Outdoor ist ein Trend, der sich auch in der Zukunft halten wird, genau wie der Trend zu biologischen Lebensmitteln. Er ist quasi das Pendant dazu. Für die Menschen ist es wichtig, die Natur wieder in ihren Alltag zu holen. Sie bepflanzen ihre Dächer, bauen Gemüse und Salat in ihrem Garten in der Stadt an. Sie suchen nach Entschleunigung. In der Natur finden sie wieder zu ihrem inneren Gleichgewicht, finden Ruhe und Stille, um die Akkus wieder aufzuladen.

Fazit

Wer Outdoor-Kleidung trägt, ist nicht dazu verpflichtet, körperlichen Aktivitäten nachzugehen. Outdoor bedeutet heute nicht mehr Sport zu machen. Es bedeutet Genuss. So sehen das auch die Trendforscher. Outdoor-Mode zu tragen ist ein Statement. Die Menschen drücken damit ihre Wertehaltung und ihre Befindlichkeit aus. Sie fühlen sich naturverbunden und sportlich. Natur ist für viele Stadtmenschen reiner Luxus. Früher war der Luxus-Urlaub ein Aufenthalt im Grand Hotel. Heute ist es ein naturverbundener Urlaub in einem Baumhaus.

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