Pleite für den „Käse-Millionär“
Er inszenierte sich als Luxus-Unternehmer und wurde durch seine extravaganten Käse-Kreationen sowie TV-Auftritte bekannt. Jetzt folgt der bittere Absturz: Die Unternehmensgruppe von Roland Ludomirska, besser bekannt als der „Käse-Millionär“, ist insolvent. Sämtliche Filialen haben bereits geschlossen.
Bittere Nachrichten für Roland Ludomirska: Die Unternehmensgruppe Crazy Cheese hat Insolvenz angemeldet. Sowohl die Holding als auch ihre Tochtergesellschaft beantragten Konkurs beim Landesgericht Graz. Eine Fortführung des Unternehmens ist nicht geplant – alle Geschäfte, darunter die Standorte in der Shopping City Süd und der PlusCity Linz, sind bereits geschlossen.
Ludomirska machte sich mit außergewöhnlichen Käsespezialitäten und luxuriösem Markenauftritt einen Namen. Der Unternehmer war zudem mehrfach im Reality-TV zu sehen und präsentierte sich öffentlich gerne als erfolgreicher Luxus-Unternehmer. Auf Social Media folgen der Marke rund 74.000 Menschen.
Millionen-Image aber hohe Schulden
Laut Kreditschutzverband stehen Aktiva von rund 32.000 Euro Passiva in Höhe von etwa 358.000 Euro gegenüber. Insgesamt sind rund 30 Gläubiger betroffen. Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen derzeit keine mehr.
Als Hauptgründe für die Insolvenz nennt das Unternehmen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie. Ausgerechnet 2020 wurden sieben neue Standorte eröffnet – kurz bevor Lockdowns und Geschäftsschließungen den Handel massiv belasteten. Trotz Sparmaßnahmen, Zahlungsvereinbarungen und persönlicher Haftungsübernahmen durch Ludomirska konnten die finanziellen Probleme nicht mehr aufgefangen werden. Zuletzt verschärfte der Rückgang der Kaufkraft die Lage zusätzlich.
Damit endet vorerst die Geschichte eines Unternehmens, das sich selbst als „wohl exklusivsten Käse-Store der Welt“ bezeichnete.