Sicherheitsregeln: Robert Kratky hatte strikte Studio-Rituale
In seiner Zeit bei Ö3 dürfte Radiostar Robert Kratky mitunter ein zwanghaftes Verhalten an den Tag gelegt haben, insbesondere beim Thema Essen. Das verraten jetzt ehemalige Kollegen von ihm.
Im Podcast "Off Records - Der Ö3-Wecker-Podcast" geben Sandra König und Tom Walek Einblicke hinter die Kulissen und dabei rückt vor allem ein Aspekt von Robert Kratky in den Mittelpunkt: seine auffallend strikten Regeln rund um Kaffee, Essen und Kontrolle. König erzählt, dass Kratky aus "Sicherheitsgründen" stets seinen eigenen Kaffee von zu Hause mitgebracht habe und sich niemals von jemand anderem etwas zubereiten ließ. Auch selbstgekochtes Essen anderer habe er konsequent abgelehnt.
Walek erinnert zudem an Kratkys frühe Ö3-Zeit in den 1990ern, als er kurz als Redaktionsassistent von Nora Frey arbeitete. "Er hätte mir irgendwelche Zetteln ins Studio hineinbringen sollen, weil damals waren die Verkehrsmeldungen noch auf Zetteln und ab und zu einem Kaffee", sagt Frey. Doch die Zusammenarbeit endete nach wenigen Wochen: "Ich glaube, er war nur drei Wochen bei mir, weil er war irgendwie auch verschlafen und auch langsam und ich habe ihn irgendwie ausgetauscht - und das hat er mir nie verziehen. Nie. Never ever." Brisant wird es, als Walek eine alte Anekdote erwähnt, wonach Kratky ihr angeblich in den Kaffee gespuckt haben soll. Frey nimmt die Geschichte mit Humor: "Wirklich? Und ich hab immer gedacht, der Kantinenkaffee war so schlecht." Dann folgt ein augenzwinkernder Kommentar: "Vielleicht sollte Kratky ja zum Zahnarzt gehen."
Ob die Anekdote stimmt, bleibt freilich offen ...