Simone Lugner kämpft um ihr Erbe: "Ich habe für Richard mein Leben aufgegeben"
Ein Jahr nach dem Tod von Richard Lugner eskaliert der Streit um sein Millionenvermögen. Simone Lugner wehrt sich gegen schwere Vorwürfe.
Knapp ein Jahr nach dem Tod von Bauunternehmer Richard "Mörtel" Lugner sorgt sein Nachlass für Zündstoff. Im Interview mit der Zeitschrift "Bunte" erhebt seine letzte Ehefrau Simone Lugner schwere Vorwürfe und macht deutlich: Sie ist nicht bereit, kampflos aufzugeben.
Nur 72 Tage war sie mit dem Baulöwen verheiratet, nun steht die Witwe im Zentrum eines erbitterten Streits rund um Wohnrechte in der Döblinger-Villa und Vermögensfragen. "Aktuell behauptet man, ich habe mich nicht um ihn gekümmert, und deshalb stehe mir das Wohnrecht nicht zu", sagt sie gegenüber der Zeitschrift.
Der Vorwurf: Lugner sei bereits seit der Hochzeit pflegebedürftig gewesen und nicht ausreichend betreut worden. Simone kontert: "Was ein Blödsinn ist, weil wir noch in Deutschland waren. Wir waren noch in der Lugner City zum Arbeiten. Er hat bis zu seinem Tod gearbeitet."
Simone Lugner: "Ich kämpfe bis zuletzt um mein Erbe"
Die Vorwürfe treffen sie hart, denn laut Simone hat sie vieles für die Beziehung geopfert: "Ich habe für Richard mein Leben aufgegeben: meine Wohnung, meinen guten Job in der Geschäftsführung eines Baumarkts, meine Anonymität - alles." Jetzt steht sie vor einem juristischen Kampf, den sie entschlossen führen will: "Ich kämpfe bis zuletzt um mein Erbe."
Wie hoch das Erbe ausfällt, ist bisher unklar. "Ich weiß es leider nicht, weil die Firmen noch geschätzt werden", erklärt Simone. Eine Zahl hat sie dennoch im Kopf: "Richard hat mir mal erzählt, dass die Lugner City auf 220 Millionen Euro geschätzt wurde, aber demgegenüber stehen noch 60 Millionen Euro Schulden. Und er hat zuletzt vor seinem Tod noch mehr aufgenommen."