Simone Lugner legt offen: Aus diesem Grund wartet sie noch immer auf das Erbe
Mehr als ein Jahr nach dem Tod von Baumeister Richard "Mörtel" Lugner ist das Erbe noch immer nicht verteilt. Jetzt hat sich Simone Lugner zum aktuellen Stand des Verfahrens geäußert.
Vor etwas mehr als einem Jahr ist Baumeister Richard "Mörtel" Lugner gestorben. Doch noch immer ist der Nachlass nicht verteilt. Seine Witwe Simone Lugner erklärte nun am Rande einer Veranstaltung gegenüber "oe24", dass es bei der Erbaufteilung leider noch immer kein Weiterkommen gebe. Der Grund: "Die Aktiva-/Passiva-Aufstellung ist noch nicht abgeschlossen."
Darunter versteht man die genaue Bilanz über Vermögenswerte und Schulden. Ohne diese Grundlage kann im Verlassenschaftsverfahren nicht entschieden werden, wer welchen Anteil erhält und ob die Erben den Nachlass bedingt oder unbedingt antreten.
Erb-Drama bei den Lugners hält an
Das Vermögen des Bauunternehmers wurde zu Lebzeiten auf bis zu 80 Millionen Euro geschätzt, in manchen Berichten ist sogar von 135 Millionen Euro die Rede. Gleichzeitig hinterließ Lugner aber auch erhebliche Verbindlichkeiten, Experten sprechen von einem Schuldenvolumen von 30 bis 40 Millionen Euro. Ein Großteil seines Besitzes ist zudem in Firmen, Immobilien und Beteiligungen gebunden, darunter die bekannte Lugner City und die Villa in Döbling, in der Simone derzeit wohnt. Zu den Erben zählen neben Simone auch Lugners vier Kinder: Alexander, Andreas, Jacqueline und die uneheliche Tochter Nadin Jeannine Cutter.
Solange die Bilanz nicht abgeschlossen ist, können die Erben keine endgültige Entscheidung treffen. Dass prominente Verlassenschaftsverfahren Jahre dauern, ist in Österreich keine Seltenheit - vor allem dann, wenn Firmenwerte, Immobilien und offene Kredite im Spiel sind. Zusätzlich sorgt das gespannte Verhältnis innerhalb der Familie für Verzögerungen.