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Lässige Active Wear

Sportbekleidung - Dein Dress for success

© Gettyimages.com/ Puma

Sport, sagen die Experten, macht glücklich. Noch glücklicher wird man, wenn man dabei die richtige Sportbekleidung trägt. Hier erfährst du alles über Sportswear, die perfekt sitzt und den Körper aktiv unterstützt.

Wie wichtig Sportmode sogar schon in der Fashionwelt ist, lässt sich am Trend Athleisure Wear ablesen. Diese ist nicht mehr nur Mittel zum Zweck, sondern total stylisch und mit schicken, aber praktischen Details versehen. So lässt sich die Sportbekleidung sogar im Alltag lässig zu einem Blazer kombinieren. Influencer machen es bereits vor:

Was du bei der Suche und Pflege deiner coolen, neuen Sportbekleidung unbedingt wissen solltest, erfährst du hier.   

Wie wichtig ist Sportbekleidung?

Oft stellt man sich als Hobbysportler die Frage, ob man wirklich Sportbekleidung beim Training braucht oder ob ein Trainingsanzug und T-Shirts nicht vollkommen ausreichend sind. Die Antwort darauf lautet ganz simpel: Ja, man sollte - egal bei welcher Sportart - auf Activewear setzen. Denn Sportmode bietet einige Funktionen, die das Training einfacher und bequemer gestalten.

Was macht gute Sportbekleidung aus?

Sportmode wurde eigens für das Sporteln konzipiert und vereint aufgrund dessen mehrere Eigenschaften und Funktionen.  

  • Sportkleidung erlaubt maximale Bewegung: Die Kleidung aus der Sportabteilung wird so geschnitten, dass sie beim Ausführen der Sport-Übungen keinesfalls einschränkt und jede Bewegung mitmacht. Je nach Sportart bedeutet das, dass die T-Shirts, Hosen oder Jacken sehr körpernah oder eher weiter sitzen.

  • Spezifische Eigenschaften je nach Sportart: Je nach Sportart sollte man auf eine andere Art der Sportbekleidung setzen. Beispielsweise haben Hosen für Radfahrer oft einen Polster am Gesäß und eine kleine integrierte Tasche am Bund. Läufer hingegen finden die kleinen Taschen zur Aufbewahrung von Schlüssel, Taschentücher und Co. eher auf der Vorderseite ihrer Hose oder an der Seite. Bei Yoga-Kleidung oder Fußball-Trikots verzichtet man wiederum komplett auf Taschen.

  • Wettertaugliche & atmungsaktive Activewear: Hersteller von Sportbekleidung tüfteln konstant an neuartigen Technologien für die optimale Sportbekleidung. Wichtig ist vor allem, dass die Sportklamotten allwettertauglich sind und dabei atmungsaktiv bleiben. Sie sollen den Körper beim Trainieren vor Regen und Wind schützen und eine Unterkühlung oder Überhitzung verhindern.

    Die Feuchtigkeitsregulierung spielt dabei für die Sportsachen eine große Rolle und stellt zugleich die größte Herausforderung dar. Denn zum einen soll der Körperschweiß nach außen abtransportiert werden, zum anderen soll Nässe von außen nicht nach innen dringen.

  • Funktionale Sportklamotten reduzieren Verletzungsrisiko: Neben den praktischen Funktionen der Sportbekleidung reduziert sie auch das Verletzungsrisiko beim Sport. Es besteht bei fast jedem Sport die Gefahr, sich Bänder oder Sehnen zu verletzen, umzuknicken oder zu stürzen. Hat man jedoch Bewegungsfreiheit aufgrund der Kleidung und teilweise einen besseren Halt aufgrund des Materials, ist man durch Activewear auf der sicheren Seite.

  • Sonnenschutz: Sportbekleidung fürs Outdoor-Training bietet zudem einen erhöhten UV-Schutz vor Sonneneinstrahlung. Dennoch sollte zusätzlich Sonnencreme aufgetragen und eine Kappe aufgesetzt werden.

    Creme dich etwa 30 Minuten vor Trainingsbeginn gut ein, dann kann der Schutzfaktor seine volle Wirkung entfalten und wird nicht gleich beim Schwitzen abgetragen. Bei der Kleidung sind helle Sportklamotten die bessere Wahl. Dunkle Farben absorbieren mehr Sonnenlicht, wodurch es schneller heißer wird.

Diese Eigenschaften sollte Sportgewand aufweisen:

  • schnell trocknend
  • thermoregulierend
  • bequem
  • leicht
  • allwettertauglich, jedoch atmungsaktiv
  • formbeständig
  • Schweiß aufnehmend, aber nicht klebrig auf der Haut
  • Schweißtransport nach außen
  • für mehr Sicherheit: reflektierende Streifen an der Seite, vorne und hinten

Wo kaufe ich Sportbekleidung?

Um die passenden Sportsachen für sich zu finden, ist das Anprobieren besonders wichtig. Deshalb eignen sich dafür Sportfachgeschäfte oder die Sportabteilungen bei Modemarken. Hat man bei einer Marke einmal seine Größe gefunden, kann man dann auf den Onlineshop ausweichen und trotzdem das Passende finden. Lediglich bei Laufschuhen sollte man immer eine persönliche Beratung vereinbaren. Dabei geht es nämlich nicht nur um die richtige Größe der Schuhe, sondern auch um die individuelle Fußstellung. Bei einem Fachgeschäft wird die Belastung des Fußes auf dem Boden gemessen und mit dem passenden Laufschuh ausgeglichen.

Fehlkäufe bei Sportbekleidung vermeiden

Beim Kauf von Fitnessbekleidung gilt es einiges zu beachten. Beachte diese drei Tipps und du wirst deine neue Sportbekleidung lieben!

1. Bewegen

Um sicherzugehen, dass die Sportsachen passen, macht man idealerweise gleich ein paar Kniebeugen oder Ausfallschritte und macht ein paar Hampelmänner. Zwickt etwas oder gibt der neue Sport-BH zu wenig Halt, ist es noch nicht das perfekte Outfit. Außerdem unterstützt Kompression, also ein fester Stoff, die Muskeln beim Training.

2. Atmungsaktiv

 Ohne geht es bei Sportmode nicht. Dadurch wird sichergestellt, dass der Schweiß nach außen ausweichen kann und die Haut ‚atmen‘ kann.

3. Unsichtbar

Zumindest sollte sie sich so anfühlen. Solange man nicht eingeschränkt wird und die Kleidung wie eine zweite Haut sitzt, wird sie auch beim Sport treiben angenehm sein. Zu weit sollte sie nicht sein, da sie zum einen beim Sporteln ausleiert und zum anderen sonst nicht ihre funktionalen Effekte entfalten kann.

Welche Sportbekleidung ist die Richtige für welche Sportart?

Laufen

Funktionskleidung ist beim Laufen besonders wichtig. Vor allem der richtige Laufschuh kann die Verletzungsgefahr minimieren und den Fuß entlasten. Hier empfiehlt sich eine Beratung in einem Fachgeschäft.

Ansonsten sind im Sommer weite Shorts mit einer integrierten engen Kompressionsshorts. Für kühlere Tage gibt es eigens konzipierte Leggings mit Wärmefunktion. Laufshirts haben meist einen dünneren Rücken, da man hier am meisten schwitzt. Wichtig ist beim Laufen, auf einen Sport-BH mit starkem Halt zu setzen, damit das Gewebe geschützt und gestärkt wird.

Yoga und Pilates

Bei diesen Sportarten ist Sportbekleidung zu empfehlen, die uneingeschränkte Bewegungsfreiheit ermöglicht. Das bedeutet, dass man bei Yoga und Pilates körpernahe Kleidung genauso gut wie weite, gemütliche Hosen und Sporttops tragen kann. Zum Aufwärmen und bei den Dehnungen und Ruhephasen am Schluss, legt man sich noch ein Langarmshirt oder Sportjacken zu. So kühlt der Körper nicht zu schnell aus und kann entspannen.  

Fitnessstudio und Zumba

Trainiert man seine Ausdauer und/oder tanzt, setzt man auf schnelltrocknende, atmungsaktive Sportmode. Hüpft man dabei viel auf und ab, trägt man einen Sport-BH mit starkem Halt, ansonsten genügt einer mit geringem Halt. Bei Sportschuhen setzt man bei diesen Sportarten auf Indoor-Modelle, die besonders bequem und leicht sind.

Kraftsport

Trainiert man im Fitnessstudio mit Gewichten, genügt ein Sport-BH mit geringerem Halt. Darüber trägt man bequeme Tops. Je nachdem ob man seine Beine oder seinen Oberkörper trainiert, sitzen diese eher enger oder locker. Trainiert man seinen Oberkörper, kann ein flatterndes Top das Training einschränken, weshalb hier körpernahe Kleidung besser geeignet ist.

Treibt man Kraftsport, trägt man eine Sportleggings, bestenfalls mit Kompressions-Einsätzen. Die Schuhe sollten fürs Studio geeignet sein. Dabei handelt es sich um Sneakers mit einer dünnen, harten Sohle, die für einen festen Stand sorgen.

Radfahren

Egal ob beim Spinning (Indoor) oder klassisch Outdoor: Hat man vor einige Stunden zu Radeln, sind Sportleggings mit Polster am Gesäß durchaus sinnvoll. Außerdem ist natürlich Funktionskleidung, die vor Wind und Regen schützt, zu empfehlen.

Dabei unbedingt auf Lichtreflektoren vorne, hinten und an den Seiten achten. Falls man in die Dämmerung kommen sollte, ist man damit trotzdem nicht zu übersehen.

Der richtige Sport-BH

Muss man wirklich einen Sport-BH tragen?

Der Busen hat keine eigene Muskulatur, die ihn beim Sport stützen kann. Deshalb belasten ihn beim Sport starke Zug- und Dehnbelastungen, die das innere Bindegewebe strapazieren. Auf Dauer kann dabei eine sogenannte Hängebrust entstehen. Daher sollte man besser immer auf einen guten Sport-BH setzen, der dies verhindert.

Das Brustgewebe besteht aus empfindlichen Drüsen sowie weichem Fett- und Bindegewebe, das beispielsweise bei einem Laufschritt bis zu 9cm auf und ab wippt. Ein Sport-BH kann das um bis zu 70% reduzieren und somit den Brüsten jede Menge Arbeit und Last abnehmen.

Was passiert, wenn man keinen Sport-BH trägt?

Da das Stützgewebe in der Brust sehr schwach ist, kann dieses bei starker Belastung einreißen. Das führt zu Schmerzen, sowie Dehnungsstreifen und Erschlaffen des Busens.

Inwiefern unterscheiden sich Sport-BHs von normalen BHs?

Sie unterscheiden sich bei Material, Schnitt und Sitz. Ein normaler BH ist nicht darauf ausgelegt, das Brustgewebe bei Bewegung zu unterstützen. Zudem schneiden Spitzeneinsätze und Bügel meist unangenehm ein. Der Sport-BH formt die Brust kompakt und bietet besonders guten Halt.

Des weiteren wird die größtmögliche Bewegungsfreiheit im Bereich der Schulterblätter gefördert. Sport-BHs bestehen häufig aus ungepolstertem Funktionsstoff und sind wegen der notwendigen Kompression sehr eng anliegend.

Daran erkennt man einen guten Sport-BH

Hat der außerwählte Sport-BH folgende Kriterien, ist er bestimmt ein guter Kauf:

  • Bequem: Das Unterbrustband ist breit, bequem und eng anliegend, schneidet aber nicht ein.

  • Anliegend: Die Träger schneiden nicht ein, rutschen aber auch nicht.

  • Breite: Je breiter, desto besser wird der Druck verteilt. Das sorgt für einen höheren Tragekomfort.

  • Kompakt: Die Brust wird zum Körper gedrückt, was durchaus etwas enger als gewohnt sein kann. Mühelos atmen sollte aber natürlich möglich sein. Hier ist es durchaus möglich, eine Größe größer als bei normalen BHs zu tragen.

  • Nahtlos: Je weniger Nähte, desto besser, dann kann auch nichts kratzen oder aufscheuern.

Das ist die richtige Stärke für deinen Sport-BH:

Niedriger Support:  Für Sportarten wie Pilates, Yoga

Mittelstarker Support: Für Sportarten wie Zumba, Nordic Walking, Spinning

Starker Halt: Beispielsweise für Ball-Sportarten, Zirkeltraining, HIIT

Extra starker Halt: Besonders für Läuferinnen

Sportbekleidung für die Übergangszeit

© Unsplash

In der Übergangszeit setzt man auf leichte Funktionskleidung, die bei den schwankenden Temperaturen das Körperklima gekonnt regulieren können. Wetterfeste Textilien und windabweisende Materialien sind hier besonders gefragt.

Empfehlenswert ist außerdem der Lagenlook, bei dem man lieber mehrere Schichten trägt, die man zur Not auszieht und sich um die Hüfte bindet. Bei Jacken empfehlen Experten Softshell-Varianten. Dabei liegen mehrere Stretch-Schichten übereinander, die winddicht sind und wasserabweisende Eigenschaften aufweisen.

Die richtige Sportkleidung im Winter

© Unsplash

Im Winter muss man nicht unbedingt auf Outdoor-Sport verzichten, man muss sich lediglich passend kleiden. Denn Training im Freien fördert besonders die Abwehrkräfte und stärkt das Immunsystem. In der kalten Jahreszeit hat man jedoch oft das Problem, zu warm angezogen zu sein und kommt mit der Zeit ins Schwitzen. Oder aber man ist zu kühl angezogen und friert - da schafft allerdings die richtige Sportbekleidung Abhilfe.

Um fit für die kalten Temperaturen zu sein, braucht man zuallererst ein festes Schuhwerk, das wasserdicht ist. Vor allem auf Mesh (Netzmaterial) sollte hier verzichtet werden. Dazu werden Sport-Tights kombiniert, die mehrere Membranschichten oder eine Fütterung aufweisen. So bleiben die Beine bestimmt angenehm warm.

Sport-Leggings mit einem Futter aus Fleece halten schön warm.

Oben trägt man ein Funktionsshirt mit hohem Kragen. Falls das Shirt keinen Kragen aufweist, kann auch ein Multifunktionstuch vor einem kalten Hals schützen. Darüber wird eine atmungsaktive Jacke angezogen, die wind- und wasserfest ist. Hier hat sich oft das Stretch-Material Softshell bewährt. Auch kuschelige Fleecejacken halten warm. Da sie meist aus Polyester sind, sind sie auch atmungsaktiv.

Der Kopf wird vor kalter Luft am besten mit einer funktionalen Mütze aus Polyester geschützt, genauso wie die Hände. Wollmützen und Handschuhe hingegen würden den Schweiß aufnehmen, nass am Körper kleben und ihn auskühlen lassen.

Nach dem Training heißt es „ab unter die warme Dusche“! Auch ein Tee kann den Körper danach von innen wieder aufwärmen.

Das richtige Material bei Sportkleidung

Die meisten Sportklamotten werden aus den Kunstfasern Polyester, Polypropylen oder Polyamid hergestellt. Diese Materialien bilden ein netzartiges Gewebe, das wind- und wasserabweisend ist und zusätzlich auch den Schweiß nach außen transportiert. Ein weiterer Grund, weshalb sich diese Kunstfasern bei Sportbekleidung etabliert haben: Sie sind besonders leicht und einfach in der Waschmaschine zu reinigen.

Baumwolle hingegen ist für schweißtreibende Sportarten völlig ungeeignet, da das Naturmaterial den Schweiß aufsaugt und dann unangenehm auf der Haut kleben bleibt. Ein weiteres Material, das fürs Training geeignet ist, ist Merinowolle. Sie hat ähnliche Funktionen wie Polyester, Polypropylen oder Polyamid und nimmt zudem  Schweißgeruch nicht an.  
 

Polyester

Die Kunstfaser kann dank ihrer Benefits bei jeder Art der Fitnesskleidung vorkommen.

+ wärmend, wenn zu einem texturierten Garn verarbeitet
+ bleibt in Form
+ leitet Schweiß weiter und nimmt ihn nicht auf
+ beständig
darf nicht einfach in den Müll geworfen, sondern muss ordnungsgemäß recycelt werden
wird auf Erdöl-Basis und mit vielen Chemikalien produziert

Polypropylen

Die leichte Kunstfaser bietet die perfekte Basis für Funktionsshirts in allen möglichen Materialstärken.

+ hält Körperwärme ebenso gut wie Wolle
+ ist atmungsaktiv
+ elastischer als alle anderen Materialien
+ nimmt fast keinen Schweiß auf, deshalb schnelltrocknend
+ beständig
lässt bei wenig Schweiß den Wasserdampf am Körper kondensieren, was zum Frieren führt
darf nicht einfach in den Müll geworfen werden, sondern sollte ordnungsgemäß recycelt werden
wird auf Erdöl-Basis und mit vielen Chemikalien produziert

Merinowolle

Einige Funktionsshirts bestehen aus feinster Merinowolle, die selbst bei starker Schweißbildung nicht kratzt.

+ angenehm auf der Haut
+ wärmt besser als Polyester
+ transportiert den Schweiß ab
+ hält den Schweißgeruch nicht fest
nach mehrmaligem Tragen können sich Fussel und Verfilzungen bilden, die man abzupfen muss
darf nicht heißer als 30 Grad gewaschen werden, ansonsten geht das Funktionsshirt ein

Baumwolle

Meist ist Baumwolle nur eine Beimischung bei Sportbekleidung. Bei Shirts sollte die innere Schicht auf jeden Fall mit einer Kunstfaser gefüttert sein.

+ bequem im trockenen Zustand
+ kühlt
bleibt lange nass

Mischgewebe

Merinowolle mit Polyamid/Nylon: Durch den Materialmix wird die Kleidung fester.

Merino- und Baumwolle mit Elastan/Spandex: Aufgrund der beigemengten Kunstfaser nimmt die Sportbekleidung keinen Schweiß auf und trocknet schnell.

Beimischungen mit Polyacryl: Die synthetische Faser nimmt den Schweißgeruch an.

Baumwolle mit Polyester: Dank Polyester kann die Baumwolle Schweiß besser abtransportieren.

Nachhaltige Activewear

Die Kunstfasern der Fitnessbekleidung, wie Polyamid und Polyester, basieren auf Erdöl und werden mit einer Menge Chemikalien versehen. Das ist leider nicht wirklich umweltfreundlich. Die gewünschten Funktionen der Sportbekleidung können jedoch damit garantiert werden – fair produzierte Baumwolle kann hier nicht mithalten. Das bringt Hersteller in eine unglückliche Lage, weshalb hier in den letzten Jahren vermehrt geforscht und Neues probiert wurde. Und bestimmt gibt es in dieser Hinsicht noch jede Menge zu entdecken. Dabei haben sich die drei folgenden Lösungen für mehr Nachhaltigkeit ergeben:

  • Auf den Produktionsort achten: Denn zum einen werden dadurch umweltschädliche Transportwege vermieden und zum anderen wird die Ausbeutung der ArbeiterInnen in Billiglohnländern nicht mehr unterstützt.

  • Neue Materialien: Das Gewebe Lyocell besteht aus Holzfasern, die ebenfalls gute Funktionskleidung ermöglichen.

  • Recycling: Sportbekleidung kann auch aus recycelten Kunstfasern hergestellt werden und somit zumindest eine neue Herstellung von Plastik ersparen und den Energieverbrauch minimieren. Hierfür eignen sich beispielsweise alte PET-Flaschen oder Müllreste.

Ein weiterer wichtiger Punkt bezüglich Nachhaltigkeit ist zudem das bewusste Shoppen der Sportbekleidung. Denn auch beim Preis merkt man bei den umweltschonend produzierten Sportsachen einen großen Unterschied – sie sind meist teurer. Doch der Nachhaltigkeits-Gedanke zählt auch hier, denn lieber investiert man in zwei teure, jedoch langlebige Stücke, als in viele billige, die schneller kaputt werden.

Das Ziel: Inklusivität bei Sportgewand

Die Sportmodeindustrie bestrebt stets Verbesserungen und ein wichtiger Faktor ist dabei Inklusivität. Bei fast allen Herstellern gibt es mittlerweile in der Größe von XS bis XL oder zumindest eine Curvy-Linie, die die Größe L bis XXL abdeckt.

 

Doch damit ist es längst nicht getan und die Industrie schließt alle Figurtypen, körperlichen Voraussetzungen und kulturellen Hintergründe mit ein. Die Sportmarke Nike gilt beispielsweise mit ihrer "Victory Swim Collection" als Vorreiter für Sportbekleidung mit Hijab-Option – sogar bei Bademode. Designerin Stella McCartney kreierte mit Adidas einen Post Mastektomie Sport-BH, also einen BH, der nach der Abnahme der Brust unterstützenden Halt gibt. Und auch Schwangere bekommen zum Beispiel dank Khloe Kardashians Marke „Good American“ eigene Sportbekleidung, die dem wachsenden Bauch Unterstützung und Halt gibt.

Sportkleidung waschen: So funktioniert's!

Im Allgemeinen gilt: Sportbekleidung (außer Activewear aus Merinowolle) sollte nach jedem Tragen gelüftet und gewaschen werden. So können sich keine Bakterien vermehren und starke Gerüche bilden. Übrigens: Man sollte sich nicht täuschen lassen, denn direkt nach dem Training wird kein Schweißgeruch zu riechen sein. Frischer Schweiß ist nämlich fast geruchsneutral und besteht im Wesentlichen aus Wasser und Salz. Erst nach einer gewissen Zeit – mit Kontakt der Bakterien auf der Haut – entwickelt sich der unangenehme Geruch bei der Sportbekleidung.

Besonders Fitnesskleidung aus Polyester und anderen Kunstfasern ist hier stark betroffen. Wird die Kleidung nicht gewaschen und die Bakterien können sich somit ungehindert vermehren, können durchaus Hautreizungen oder Akne verursacht werden.

Wie wasche ich Sportwäsche richtig?

Nach dem Training sollte die verschwitzte Kleidung zuerst getrocknet und/oder ausgelüftet werden, bevor sie in die Waschmaschine kommt. Das hemmt geruchsbildende Bakterien und lästige Gerüche.

Finger weg vom Trockner! Das kann das atmungsaktive Material der Sportbekleidung beschädigen.

Das eigene Sportprogramm

Neue Waschmaschinen haben oft schon ein eigenes Sportprogramm. Sie dauern nur zwischen 15 bis 30 Minuten und sind daher besonders schonend für die Materialien.

Sportwaschmittel oder herkömmliches Waschmittel?

Es gibt mittlerweile einige Hersteller für eigene Sportwaschmittel. Diese schonen die Fasern der Sportbekleidung. Doch auch ein herkömmliches Feinwaschmittel eignet sich dafür bestens. Lediglich Weichspüler ist tabu! Er kann die Gewebestruktur verkleben und zerstören. Das kann dazu führen, dass die Sportmode nicht mehr atmungsaktiv ist.

Schweißgeruch bei Sportbekleidung trotz Reinigung?

Da die Sportkleidung nicht wirklich heiß gewaschen werden sollte, kann es auf Dauer durchaus passieren, dass der Geruch nicht neutralisiert werden kann.

 

Besonders starker Geruch der Activewear kann mit einer Vorbehandlung der Wäsche meist vermindert werden. Dafür weicht man die Wäsche nach dem Sport in einem Gemisch aus Wasser und Zitronensäure in einem Mischverhältnis von 4:1 für etwa eine halbe Stunde ein, bevor es dann ab in die Waschmaschine geht. 

Beim Waschen muss die Art des Kleidungsstücks beachtet werden

Outdoor-Jacke

Ja, auch ein Ski-Anorak muss regelmäßig gereinigt werden. Ansonsten entstehen unangenehme Gerüche und er kann sogar seine Funktionen verlieren. Mal abgesehen davon, dass er bestimmt auch schmutzig wird. Deshalb sollte er nach ca. sieben Trainingseinheiten gewaschen werden, eine (Windbreaker-)Laufjacke sogar bereits nach drei Runden.

Egal ob Windbreaker, Fleecejacken, Soft- oder Hardshell: Alles bekommt man mit normalen Feinwaschmittel in der Waschmaschine bei 30 Grad sauber. Auf Fleckenentferner, Weichspüler und Bleichmittel sollte verzichtet werden.

Um die Imprägnierung nicht zu zerstören, muss die Jacke noch 20 Minuten in den Trockner gegeben oder warm gebügelt werden. Notfalls schafft ein Einwasch-Imprägnierspray Abhilfe und kann den Schutz erneuern.

Sport-BH

Da der Sport-BH eng am Körper anliegt, ist er nach jeder Sport-Einheit mit Schweiß, Deo und Bakterien getränkt. Deshalb wird er nach jedem Tragen per Hand oder im Schongang in der Waschmaschine ausgewaschen.

Badeanzug

Chlor, Salz oder andere chemische Mittel im Wasser machen das Material schnell spröde. Die Badesachen sollten daher nach dem Tragen unbedingt mit klarem Wasser per Hand ausgespült werden. Dann heißt es abwarten, bis er wieder trocken ist, denn ein Trockner oder schnelles Trocknen in der Sonne machen Schwimmkleidung ebenfalls kaputt.

Funktionsshirt und Tights

Sportbekleidung wie Leggings, Tops oder Shorts bilden bereits nach einem Mal Tragen Gerüche, weshalb ein Pflegeleichtgang in der Maschine nach jeder Sporteinheit zu empfehlen ist. Schwitzt man beispielsweise bei einer ruhigen Yin Yoga Einheit nicht, kann man noch eine weitere Sport-Einheit in derselben Kleidung absolvieren.

Trainingssocken

Sportsocken sind die einzigen Sportklamotten, die mit 60 Grad gewaschen werden dürfen. Nur so kann man den Stinkesocken den Kampf ansagen. 

Sporttasche

Oft wird die Tasche vergessen, doch hier können sich Bakterien nach einer gewissen Zeit bestens vermehren. Deshalb sollte sie mindestens einmal im Monat gewaschen werden.

Zitronensäure oder Essig eignen sich hier bestens.
Sportschuhe

Selbst wenn die Turnschuhe noch so sehr müffeln, sollte man diese nur bei sehr starken Verschmutzungen in die Waschmaschine geben. Denn die Tenside im Waschmittel lösen den Schuhkleber auf und greifen die Dämpfung in der Schuhsohle an. Lieber mit warmen Wasser per Hand reinigen und zum Trocknen mit Zeitungspapier austopfen. Wichtig: Nicht über der Heizung trocknen lassen, das macht den Kleber ebenfalls kaputt.  

Sind die Sportschuhe voller Schlamm und nicht mehr sauber zu bekommen, kann man auf einen Waschgang in der Maschine allerdings nicht verzichten. Mit dieser Anleitung halten das deine Schuhe aus:

  • Zuallererst müssen Steine, Gras und Schlammklumpen per Hand entfernt werden, ansonsten wird die Maschine in Mitleidenschaft gezogen.
  • Anschließend werden Schuhbänder entfernt und in einen kleinen Beutel gelegt, damit sie nicht lose in der Waschtrommel umher purzeln.
  • Auch die Schuhe an sich werden in einem eigenen Textilbeutel oder Polsterüberzug schonender gewaschen
  • Mitgewaschen werden Handtücher, Putzlappen oder Ähnliches, damit die Schuhe nicht zu stark geschleudert werden.
  • Manche Maschinen haben ein eigenes Schuh-Waschprogramm, welches hier natürlich perfekt geeignet wäre. Doch auch ein Feinwäscheprogramm mit maximal 30 Grad ist für die Reinigung der Sneakers möglich.
  • Nach dem Waschen werden die Schuhe mit Zeitungspapier ausgestopft und an der Luft getrocknet.
Kunstfaser: Polyamid, Polyester, Elasthan und Co.

Sportbekleidung aus Kunstfaser nimmt Schweiß besonders gut auf und bildet deshalb schnell unangenehme Gerüche. Außerdem sind sie der ideale Nährboden für Bakterien. Aufgrund dessen ist eine Wäsche nach jeder Sporteinheit das A und O.

Dafür eignet sich in der Waschmaschine ein Schonwaschgang mit niedriger Schleuderzahl und maximal 40 Grad. Ein Blick auf das Etikett der Sportbekleidung gibt ebenfalls Auskunft darüber, wie sie gewaschen werden kann.  

Merinowolle

Merinowolle ist antibakteriell und bildet erst nach einigen Training-Sessions einen unangenehmen Geruch. Auslüften reicht hier deshalb ein paar Mal vollkommen aus. Gewaschen werden dürfen Shorts, Leggings und Tops im Wollwaschgang und bei geringer Temperatur. Sonst gehen die geliebten Teile nämlich leider ein.

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