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Best dressed

Stilikone Michelle Obama: Was du von der "best dressed" First Lady lernen kannst

Michelle Obama hat ihre Vorgängerin abgehängt und die neue First Lady, Jill Biden tritt in ihre großen Fußstapfen. © Gettyimages

Neben dem neuen US-Präsidenten gibt es auch eine neue First Lady. Ob auch sie zur Stilikone wird? Michelle Obama regiert jedenfalls mit Abstand die Liste der bestgekleideten First Ladies. Auch Ex-Model Melania Trump hat es in vier Jahren nicht geschafft, sie vom Spitzenplatz zu verdrängen. Wir verraten dir, was du von Michelles Style lernen kannst.

Michelle Obama wurde zur "best dressed" First Lady gekürt

Joe Biden ist jetzt der 46. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika. Fast zeitgleich mit der Inauguration wurde die Liste der "best dressed" First Ladies der USA veröffentlicht. 

Michelle Obama (57), sie war die Ehefrau des 44. US-Präsidenten Barack Obama von 2009 bis 2017, hat das Rennen gemacht.

Das ist die "Best dressed"-Liste der First Ladies der USA. © OnBuy Clothes Department/STYLE UP YOUR LIFE!

Der Sieg von Michelle Obama kommt für Mode-Experten wenig überraschend. Wirklich bitter ist es für Melania Trump (50),sie war die Ehefrau des 45. US-Präsidenten Donald Trump von 2017 bis 2020. Sie harrt schon seit Jahren an der Seite ihres Mannes aus und erträgt die Rolle aus "Die Schöne und das Biest"

Für Politik interessiert sich das ehemalige Model kaum, für ihr Äußeres und Mode-Trends umso mehr.

Warum es das ehemalige Model nicht an die Spitze der "best dressed"-Liste geschafft hat und die 5 Gründe für den Sieg von Michelle Obama - alles eine Frage des Stils und der Authentizität.

Michelle, ma belle

Michelle ist eine von Paul McCartney verfasste Ballade der Beatles, die 1965 auf ihrem sechsten Studioalbum Rubber Soul erschien. Und es ist eines der Lieblingslieder von Barack Obama - seine Michelle ist für ihn die Schönste.

Aber nicht nur für ihn. Jetzt führt sie offiziell die "best dressed"-Liste der First Ladies der USA an. Wir wissen warum!

Das sind die 5 Mode-Secrets von Michelle Obama

1) Michelle hat Spaß an der Mode:

Mode-Diktate interessieren sie nicht. Michelle Obama will sich nicht verkleiden. Was auch immer sie trägt, es wirkt authentisch und passt zu ihr. Ihr schönstes Accessoire? Ein symphatisches Lächeln.

2) Michelle ist experementierfreudig:

Michelle trägt was ihr gefällt und hat keine Angst vor einem Fashion-Fauxpas. Neue Designs, auffällige Muster und starke Farben? Wenn sie Lust darauf hat, dann trägt sie es auch mit einer Nonchalance die ihresgleichen sucht. Ob klassischer Hosenanzug, angesagter Jumpsuit, große Abendrobe oder lässige Jeans, wenn sie will, kann sie alles tragen.

3) Sie setzt auf Schnitte, die ihrer Figur schmeicheln: 

Michelle ist kein Model und sie will auch kein Model sein. Sie ist beachtliche 1,80 groß und Mutter von zwei Kindern. Von Crash-Diäten hält sie rein gar nichts. Sie setzt auf gesunde Ernährung und macht viel Sport. Am liebsten trägt sie Kleider und Röcke in A-Linie und kaschiert damit spielerisch ihre weiblichen Hüften

4) Sie definiert sich nicht über ihre Looks:

Michelle hat in Havard studiert und lange in einer Anwaltskanzlei gearbeitet. Sie ist das Paradebesipiel für die "noch stärkere Frau hinter einem starken Mann". Sie setzt sich verstärkt karitativ ein und nimmt ihre Rolle als Ehefrau und Mutter ernst. Ihr Kleidungsstil ist immer dem Anlass entsprechend angemessen. Aber sie definiert sich nicht über ein Outfit.

Sie befolgt die simpelsten Styling-Regeln, wie zum Beispiel das Tragen von Längsstreifen streckt die Silhouette, Querstreifen lassen dich optisch breiter wirken. Oder, wenn man eine Knallfarbe trägt ist weniger mehr. Der Fokus liegt auf der Farbe, übertriebene Accessoires braucht es nicht.

5) Sie setzt auf einen guten Stil-Mix:

Natürlich hat Michelle Obama Liebelingsmarken. Aber verbissene Perfektion? Komplette Designer-Looks von Kopf bis Fuß? Das ist nicht ihr Ding. Sie kombiniert Blusen und Westen zu Musterröcken, trägt Ballerinas oder Sneakers dazu oder hängt sich eine große Statement-Kette um den Hals. Und mischt auch Fast-Fashion-Teile zu einem Designer-Teil. Jedem Look verleiht sie eine eigene Note und macht damit ihren Stil unverwechselbar.

So individuell sind die Looks von Michelle

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Das große Scheitern der Melania Trump

Für Melania Trump ist diese "best dressed"-Liste ein Affront. Sie lebt für Mode, ihr ganzes Leben dreht sich um Äußerlichkeiten und Perfektion.

Sie wollte immer nur ein Supermodel sein, das klappte nicht. Durch ihre Heirat mit Donald Trump tauchte sie in die Welt der "Schönen & Reichen" ein und hatte das nötige Kleingeld für Haute Couture.

Doch dann kam ihre wahre Chance. Als First Lady enterte sie endlich die ganz große Bühne. Sie wollte unbedingt als "best dressed" First Lady in die Geschichte eingehen.

Falsche Attitüde

Bereits 2018 passierte Melania Trump einer ihrer größten Fashion-Fauxpaus schlechthin. 

Auf dem Weg zu einem Besuch bei Kindern an der Grenze in McAllen, Texas, von denen einige durch die Null-Toleranz-Einwanderungspolitik Donald Trumps von ihren Eltern getrennt und verwaist wurden, trug die First Lady eine grüne Jacke von Zara um 39 Dollar. Eher eine Ausnahme, denn Melania Trump setzt bevorzugt auf teure Designer-Stücke. Wollte sie sich etwa mit den Ärmsten solidarisch zeigen?

Das ging nach hinten los. Auf der Rückseite der Jacke stand riesig groß: "I really don't care, do u?" - also "Es kümmert mich wirklich nicht, dich etwa?"  

Ein Aufschrei ging durch die Welt und alle bescheinigten ihr: Pietätlosigkeit und Authentizität. Was kümmern Melania Trump andere Menschen? 

Die großen Mode-Sünden der Melania Trump

1) Die politische Bühne ist kein Laufsteg:

Melania Trump ist besessen von ihrem Aussehen und zu verbissen, wenn es um Mode geht. Ihre übertriebene Perfektion in Sachen Outfits wirkt zu gewollt und spiegelt ihre Persönlichkeit in keiner Nuance wieder.

Sie setzt auf einen Designer und zwar von Kopf bis Fuß. Ihre Accessoires müssen farblich akribisch genau auf ihren Look abgestimmt sein, bis in die Fingerspitzen und zu den Handschuhen. Ein Lächeln als Accessoire? Fehlanzeige!

2) Melania Trump hat keinen eigenen Stil:

Manchmal orientierte sie sich stilistisch an der Eleganz von Jacky Kennedy, dann wieder an der Perfektion von Designerin Victoria Beckham und zwischendurch an dem erfrischenden Trend-Mix von Blake Lively aus der Serie Gossip Girl.

Wenn man ikonische Looks nur kopiert, leidet eben die Persönlichkeit darunter...denn es es ein Unterschied, ob man einen perfekten Look in einem Magazin als Inspiration nimmt oder ihn ohne eigenes zutun seelenlos kopiert.

3) Der Drang nach Aufmerksamkeit:

 Ihren großen Traum vom Leben als Supermodel, Seite an Seite mit den namhaftesten Designer, den musste Melania früh begraben. Als First Lady wollte sie die renommiertesten Designer diktieren. Doch auch dieser Plan scheiterte. Die angesagten Kreativen, darunter Tom Ford, Marc Jacobs und Phillip Lim, lehnten es ab sie einzukleiden. Man wollte das Marken-Image schützen.

Aber Geld regiert ihre Welt und davon hat Melania Trump bekanntlich genug. Und dennoch, man kann sich weder Stil, noch einen Platz in einer "best dressed"-Liste kaufen.

Die zu perfekten Looks von Melania Trump

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