Mutter kritisiert Kleiderordnung als "Unterdrückung des Feminismus"
Der Auslöser für die Kontroverse war ein Brief der der katholischen Privatschule St. Ursula in Klagenfur an die Eltern, in dem betont wurde, dass Schülerinnen und Schüler auf "ordentliche" Kleidung achten sollten. Dies schloss bauchfreie T-Shirts, Tops mit Spaghettiträgern, Leggings sowie zu kurze Röcke und Hosen ("nicht kürzer als eine Handbreite über dem Knie") aus.
Die besagte Mutter bezeichnete dies als "patriarchales Verhalten" und eine "Unterdrückung des Feminismus", ohne dass die Schule darauf reagierte. In einem Eltern-Chat verschärfte die Mutter ihre Kritik und rief andere Eltern dazu auf, die Regeln der Kleiderordnung zu missachten. Der Schulverein reagierte daraufhin und löste den Schulvertrag des Mädchens aufgrund eines gestörten gegenseitigen Vertrauens. Selbst eine Entschuldigung der Mutter konnte diese Entscheidung nicht rückgängig machen.
Verhärtete Fronten
Der Schulverein betonte, dass es bedauerlich sei, dass die Schülerin die Konsequenzen für das Handeln ihrer Mutter tragen müsse. Die Zwölfjährige habe sich stets an die Kleiderordnung gehalten, und es gebe weder unter den Schülern noch anderen Eltern Widerstand gegen die Vorschriften zur Kleidung.
Die Fronen seien inzwischen verhärtet, wie die "Kleine Zeitung" berichtet. Glück im Unglück: Das Mädchen hat einen Platz an einer anderen Schule gefunden.
"Ich möchte darauf aufmerksam machen, dass es in dieser ganzen Diskussion nur einen Verlierer gibt: Die Schülerin, welche am Schulanfang von ihren Klassenkameraden getrennt wird." Landesrat Daniel Fellner
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