Therme weist Vorwurf der Diskriminierung zurück

Mit einem großen Schild am Eingang stellt die Erlebnistherme Zillertal jetzt klar, dass das Baden im Burkini künftig nicht mehr gestattet ist. Der Grund: Der überwiegend bei muslimischen Frauen beliebte Ganzkörper-Badeanzug war anderen Gästen ein Dorn im Auge, wie die Geschäftsleitung auf Anfrage von "heute" erklärt: "Unsere Gäste bestehen zu 95 bis 99 Prozent aus Menschen mit Bikini und Badehose. Leider hatten wir laufend Beschwerden über Personen in Burkinis oder Straßenkleidung – die Leute hat einfach davor geekelt."

Den in sozialen Medien erhobenen Vorwurf der Diskriminierung weist man entschieden zurück, weil das Verbot ja für alle Gäste gelte und sich Touristen an örtliche Vorschriften halten müssen: "Wenn ich in die Türkei fahre, muss ich ja auch ein Tuch umhaben in einer Moschee", stellt die Thermen-Chefin klar. 

Vor allem Touristen aus muslimischen Ländern von Verbot betroffen

Betroffen seien bei rund 300.000 Badegästen pro Jahr vielleicht 10 bis 20 Leute, schätzt die Leiterin des Bades, "vor allem Saudi-Arabier und Afghanen. Wenn man das respektvoll kommuniziert, haben sie auch Verständnis dafür. Die Papas gehen dann mit den Kindern ins Wasser und die Mütter entspannen sich oder gehen spazieren."

Wer sich dennoch verhüllen möchte, könne immerhin eine andere Therme in der Nähe ansteuern, die Burkinis nicht nur erlaubt, sondern sogar verkauft. "Wir verweisen die Gäste dann auch gerne an diese", betont die Leiterin der Therme auf Anfrage.  

Mehr zum Thema
News Bademode

Watch next