Stephen King feiert seinen 72. Geburtstag

Der deutsche Rockmusiker Thees Uhlmann (45) wünscht dem König des Horror-Romans, Stephen King, den Literaturnobelpreis. Der in Berlin lebende Musiker hat für sein neues Album „Junkies und Scientologen“ sogar eine Hommage an den US-Autor verfasst – „Danke für die Angst“ heißt der Song. Stephen King feiert am Samstag seinen 72. Geburtstag.

„Die besten drei Bücher von ihm werden die Zeiten überleben“, sagte Uhlmann über King im Video-Interview der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Da stecken so viele schöne Gedanken drin – Liberalität, die Idee von Freundschaft. Freundschaft ist einer meiner höchsten Werte, und das hat sein Fundament in Kings ‚Stand By Me‘.“

Uhlmann steht mit seiner Meinung nicht allein. Der Amerikaner versteht sich trefflich darauf, seinen Leserinnen und Lesern überall auf der Welt ordentlich Angst einzujagen. In seinem gerade erschienenen Horrorthriller „Das Institut“ widmet er sich paranormal begabten Kindern. Diese können Gedanken lesen und Gegenstände nur mit Blicken bewegen. Deshalb werden sie entführt, um in einem geheimen Krieg als Waffen eingesetzt zu werden.

Stephen King kehrt mit seinem neuen Roman zu seinen Wurzeln zurück. Bereits in seinem ersten veröffentlichten Werk „Carrie“, das vor 45 Jahren erschien, beschäftigte er sich mit übersinnlichen Fähigkeiten und mit Telekinese-Teenies: Er ließ eine gemobbte 16-Jährige eine Schule in Schutt und Asche legen. Es folgten „Shining“ (1976), Kings nächster (1980 mit Jack Nicholson verfilmter) großer Wurf und „Friedhof der Kuscheltiere“ (1983), 1989 erstmals und dieses Jahr zuletzt verfilmt.

Sein jüngster Roman kommt politischer daher. Es geht um aktuelle Themen wie Kindesentführung, globalen Terrorismus und eine korrupte Geheimorganisation, die die Geschicke der Welt lenkt. „Amerika hat endgültig seine Unschuld verloren“, schreibt der Heyne-Verlag. Die Hauptfiguren gruseln nicht mit ihren übersinnlichen Begabungen, vielmehr fiebert der Leser mit den kleinen Helden mit im Kampf gegen ihre skrupellosen, sadistischen Entführer.

Kings Gruselgeschichten verkaufen sich millionenfach, sei es auf Papier oder als Kinostoffe. Zuletzt ist „ES Kapitel 2“ angelaufen, die Fortsetzung des Horrorbestsellers „ES“ aus dem Jahr 2017. Die jungen Leute von damals sind erwachsen geworden, der fiese Horrorclown Pennywise ist aber noch nicht geschlagen. Der Alptraum geht also weiter, und Nervenkitzel ist bei Stephen King ja immer garantiert.