Beziehungskiller

Wird meine Liebe halten - oder nicht?

Die wichtigste Zutat für eine lange Ehe: Respekt! © Unsplash/ Jonathan Borba

Der US-Psychologe John Gottman behauptet, mit seiner Methode zu 90% voraussagen zu können, welche frisch verheirateten Paare verheiratet bleiben und welche nach 4 bis 6 Jahren geschieden sein werden. Er nannte diese Faktoren "Die 4 Reiter der Apokalypse". Wir verraten euch, was die 4 tödlichen Fehler in der Liebe sind, die ihr vermeiden müsst.

... warum haben die sich bloß getrennt?

Die beiden waren doch immer so ein schönes Paar. Man dachte, die bleiben für immer zusammen oder verheiratet - und dann "Peng", ist es aus, Trennung. Konnte keiner kommen sehen? - Doch, die Warnsignale sind da - wenn man imstande ist, die roten Flaggen zu erkennen.

Denn laut dem amerikanischen Psychologen John Gottmann, der an der Universität Washington forschte, sagen vier Fehler in der Paar-Kommunikation exakt voraus, ob man seine Liebe ruiniert oder eben nicht. Er nannte sie, angelehnt an eine Geschichte in der Bibel, die "Vier Reiter der Apokalypse"

Schöner sprechen - schöner lieben

Du möchtest Scheidung oder Trennung vermeiden? Dann geh einmal nicht mit deinem Partner ins Gericht, sondern mit dir selbst. Und überlege, ob du diese 4 destruktiven Kommunikationsmuster selbst anwendest. 

Stürmische Zeiten - oder Zusammenhalten in der Krise? © Unsplash/ Justin Groep

1. Kritik

Es ist ein Riesenunterschied, ob du sagst "Es ärgert mich, dass du den Mistkübel nicht runtergebracht hast" oder "Du bist so ein fauler Hund, NIE bringst du den MIstkübel runter". Alle Anklagen oder Schuldzuweisungen, die in einer generellen Verurteilung der Person münden, sind destruktive Kritik. Durch Worte wie "Immer; nie; jedes Mal; ständig" wird der Charakter des Partners an den Pranger gestellt, und nicht ein konkretes Verhalten. Und während man für letzteres eine konstruktive Lösung finden könnte, mündet ersteres meist in den apokalyptischen Reiter Nr. 2

2. Abwehr und Rechtfertigungen

Der eine kritisiert, der andere geht in die Defensive. Findet tausend gute (und schlechte) Gründe, warum er etwas so und nicht anders gemacht hat. Das Problem dabei: Die fehlende Offenheit. Vor lauter Schuld-Abwehr merkt man gar nicht, welches emotionale Bedürfnis eigentlich beim verärgerten Partner gerade dahinter steht. Und indem man sich immer weiter rechtfertigt - im Glauben, das würde den anderen besänftigen - wird der immer wütender, weil er sich nicht und nicht gehört fühlt

Nur mit ständigem Bemühen um Offenheit gelingt die Beziehung © Unsplash/ Milan Popovic

3. Mauern

Beim Mauern zieht sich einer der Partner vom anderen zurück, indem er die kalte Schulter zeigt und schweigt, aus dem Raum geht oder den anderen einfach ignoriert. Männer wenden diese Taktik gerne an, mitunter wird sie wegen ihrer Härte auch "Stonewalling" genannt.  Dadurch wird jeglicher Austausch zwischen den Partnern verhindert, Kommunikation und Verbindung werden gekappt. Klar, dass da auch keine zärtlichen Gefühle mehr fließen können.

4. Verachtung

Der größte und schlimmste der vier Reiter, Schwefelsäure für die Liebe und das Endergebnis von Kritik, Abwehr und Mauern. Wenn du deinen Partner (insgeheim) verachtest (oder er dich), zeigt sich das durch eine Haltung der Überlegenheit im Gespräch. Du glaubst, du bist besser als er. Und du zeigst ihm das im Gespräch auch offen durch deine Arroganz und Herablassung. Du behandelst ihn von oben herab, weil er ja viiel weniger gut, klug, ordentlich, vernünftig oder sonstwas ist als du. 

Macht und Ohnmacht

Die Demonstration der eigenen Macht - als Abwehr von Ohnmachtsgefühlen - wird auf allen Stufen dieses Isolations- und Trennungsprozesses noch zusätzlich eingesetzt.  Man kann die Machtspiele deshalb auch als so etwas wie den stillen „fünfter Reiter“ bezeichnen. Rücksicht auf die Bedürfnisse des Partners werden nicht mehr genommen, stattdessen soll er/sie jetzt "zu spüren bekommen, was er angestellt hat" oder "der wird mich kennenlernen". 

Damit es gar nicht erst so weit kommt - bleib immer wachsam. Und zwar NICHT darauf, was dein Partner alles falsch macht, sondern wie DU selbst in einer Krise formulierst!