Zum Tod von Felix Baumgartner: Abschied eines Unbeugsamen
Der Tod von Felix Baumgartner reißt ein Loch in unsere Mitte. Nicht nur in die Welt des Sports, sondern auch in eine Gesellschaft, die mutige Vorbilder dringender braucht denn je. Ein Nachruf von Anna Dobler.
Extremsportlegende, Pionier, Grenzgänger, doch vor allem war Felix Baumgartner eines: unbeugsam. Er war ein Symbol jener Freiheit, die sich nicht von der Angst zähmen lässt.
Sein Sprung aus der Stratosphäre im Oktober 2012 war ein globales Ereignis, das Millionen Menschen faszinierte. Es war nicht nur ein technischer Triumph, sondern ein Manifest für Entschlossenheit, für individuelle Kühnheit und für radikale Freiheit.
"Manchmal muss man sehr weit hinaufsteigen, um zu erkennen, wie klein man selbst ist." Felix Baumgartner (1969–2025)
Baumgartner war unbequem, in jeder Hinsicht. Er sprach aus, was viele sich nicht mehr trauen. Seine Kritik am Zeitgeist war oft kantig, manchmal grob, aber nie beliebig. Baumgartner war ein Charakter, wie es ihn in Österreich kein zweites Mal gab. Man musste ihm nicht in allem zustimmen, aber man konnte ihn nicht übersehen.
Gerade deshalb wird er schmerzlich fehlen. Nicht nur als Ausnahmeathlet, sondern als eine Figur, die sich dem Gleichschritt entzogen hat. Er scherte sich nicht darum, ob ihn alle mochten, solange er sich selbst treu bleiben konnte.
Sein Tod reißt ein Loch in unsere Mitte. Nicht nur in die Welt des Sports, sondern auch in eine Gesellschaft, die mutige Vorbilder dringender braucht denn je.
Ruhe in Frieden.