Kabarettist Thomas Stipsits

"Ich würde mit Johann Gudenus nie auf Urlaub fahren!"

Schauspieler Thomas Stipsits liebt es privat beschaulich. © Ingo Pertramer

Thomas Stipsits gehört längst zum Who is Who der österreichischen Kabarettszene. OBEGG trifft den Schauspieler zum Smalltalk über sein Leben, seine Karriere und seine Heimat.

Warum mussten Sie unbedingt Schauspieler bzw. Kabarettist werden?

Weil ich bei anderen Dingen einfach kein Talent habe. Handwerklich zum Beispiel bin ich nie über einen Anfängerstatus hinausgekommen.

Gab es noch eine andere Option? 
Religionslehrer. Ich wollte ursprünglich auf der theologischen Fakultät inskribieren, wollte dann aber versuchen, vom Kabarett zu leben. Das ging am Anfang nur deshalb gut, weil mich meine Eltern enorm unterstützt haben.

Sie sind erfolgreich als Schauspieler, Kabarettist und Buchautor und bald auch zweifacher Familienvater. Es hat den Anschein, dass Sie auf Wolke 7 schweben. Skeptisch oder entspannt?
 
Immer entspannt. Ich genieße die Momente, kenne aber auch die Kehrseite. Deshalb bleibe ich am Boden, weil mir bewusst ist, dass es sich um einen Momentanzustand handelt.

Aber prinzipiell bin ich ein Optimist. Ich versuche, die Dinge, so gut es geht, positiv zu sehen und mit einem Lächeln durch die Welt zu gehen. Auch wenn das manchmal sehr schwer ist.

Thomas Stipsits wollte einst Religionslehrer werden. © Ingo Pertramer

Sie wirken in Ihren Rollen meist sympathisch, tollpatschig. Man muss Sie einfach mögen. In Daniel Glattauers verfilmten Roman „Geschenkt“ spielen Sie einen demotivierten Boulevard-Journalisten. Eine Befreiung? 

Natürlich tut es gut, einmal einen anderen Charakter zu spielen. Das heißt, dass man mir auch solche Rollen zutraut. Für einen Schauspieler gibt es nichts Erhebenderes als Vielfalt.

Eine schlechte bzw. besonders gute Eigenschaft an Ihnen? 
Meine Diplomatie und meine Harmoniesucht. Das gilt für beide Seiten.

Einzelgänger oder Gruppenmensch?   
Privat lieber Einzelgänger. Dadurch, dass man in meinen Beruf ständig mit Menschen zu tun hat, liebe ich privat eine gewisse Beschaulichkeit.

Wenn Sie jetzt gerade einen Wunsch frei hätten: Wie würde der lauten?
 

Gesundheit für meine Kinder. 

Was würden Sie niemals tun?

Mit Johann Gudenus gemeinsam auf Urlaub fahren.

Sie sind in der Obersteiermark, Leoben, geboren –  haben Sie auch einen Bezug zur Südsteiermark?

Ja, ich bin beruflich oft in der Südsteiermark. Und ich liebe diese fast mediterrane Lebenseinstellung der Menschen.

Und wo sind Sie da gerne?

Sehr oft am Weingut Pongratz in Gamlitz. Dort habe ich schon einige rauschende Nächte erlebt.

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