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Zero Waste

Verpackungsfrei – reduziere deinen Müllberg

Der Umwelt zuliebe müssen wir dringend den Plastikmüll verringern. © Gettyimages.com

Weitestgehend verpackungsfrei zu leben, ist gar nicht so schwierig. Du musst dafür nur ein wenig umdenken.

Verpackungsfrei im Badezimmer

Wenn man dein Badezimmer betritt, lacht einen der potentielle Plastikmüll aus allen Ecken an? Keine Sorge, bei den meisten Menschen sieht es nicht anders aus. Das heißt aber nicht, dass man nichts daran ändern kann oder soll. Die Industrie bietet mittlerweile eine große Auswahl an tollen Produkten, die alle ohne Verpackung auskommen.

Haarseife, die als Shampoo verwendet wird, mag zunächst komisch anmuten. Mit der Zeit gewöhnt man sich aber daran und die Anzahl der Plastikbehälter in deinem Badezimmer reduziert sich dadurch.

Dasselbe gilt für Duschgels, Deos und Bodylotions. Das Auftragen der Lotion ist zuerst ungewohnt, denn sie ist ja fest, bevor sie durch die Körperwärme flüssig wird. Dann lässt sie sich aber ganz einfach auftragen und unterscheidet sich überhaupt nicht von den Produkten aus Flasche oder Tiegel. Die verpackungsfreien Beauty-Produkte kannst du entweder mit wiederverwendbaren Behältern erwerben oder du bewahrst sie in geeigneten Behältern auf, die du ohnehin schon zu Hause hast.

Du kommst länger mit verpackungsfreien Produkten aus, weil du sie besser dosieren kannst.

Wenn du gerne Make-up verwendest, landet mindestens ein Wattepad pro Tag in deinem Müll, eher aber zwei. Wenn du auch noch Gesichtswasser oder –tonic verwendest, macht das schon drei Pads pro Tag. Das klingt vielleicht nicht nach viel, summiert sich im Laufe einer Woche aber ganz schön. Es lohnt sich also, wiederverwendbare Reinigungspads auszuprobieren. Diese können ganz einfach in der Waschmaschine gewaschen bzw. sogar ausgekocht werden. So sind sie hygienisch gesäubert und quasi wie neu.

Ein weiteres Plus ist, dass die meisten dieser waschbaren Pads aus Biobaumwolle und fair produziert sind – so tust du der Umwelt etwas doppelt Gutes.

Die besten Beauty-Produkte Zero Waste

Lebensmittel gibt es auch verpackungsfrei

Lebensmittel kauft man öfter als Beauty-Produkte. Somit ist auch die Herausforderung größer, hier den anfallenden Müll zu reduzieren. Du könntest damit anfangen, kein in Plastik verpacktes Obst und Gemüse mehr zu kaufen. Das geht auch im Supermarkt gut.

Wenn du wirklich konsequent verpackungsfrei einkaufen möchtest, geht das am Markt am besten. Hier kannst du dir auch Wurst, Käse und Fleisch einfach in deine mitgebrachten Behälter füllen lassen. Wahrscheinlich wirst du auch bemerken, dass die Qualität der Produkte eine ganz andere ist. Also, mach am Samstag einen Ausflug zum Markt und lass dich positiv überraschen!

Das Plastiksackerl hat uns ja schon weitestgehend verlassen – und das ist auch gut so. Alternativen gibt es zum Glück ja viele. Diese können auch durchaus stylisch sein. Vom gemusterten oder bedruckten Jutebeutel bis hin zur Einkaufstasche aus recyceltem Kunststoff ist alles dabei. Am besten hast du immer eine Tasche mit, falls du öfter mal spontan Lebensmittel einkaufst.

Du hast das lästige Schleppen von Mineralwasser satt? Dann mach es dir zu Hause einfach selbst.

Im Supermarkt siehst du am besten davon ab, deine einsame Gurke in ein Plastiksackerl zu stopfen, auch wenn es recyclebar ist. Den Müll hast du dann ja trotzdem zu Hause. Du sammelst auch jede Woche gefühlt Tonnen von Plastikflaschen an? Dann überleg mal, ob ein Wassersprudler nicht vielleicht eine gute Anschaffung wäre. So ersparst du dir das Schleppen und eine wahre Plastikflut an Wasserflaschen.

Mittlerweile gibt es zum Beispiel in Wien schon einige tolle Möglichkeiten, verpackungsfrei einzukaufen. Du kannst dafür Behälter von zu Hause mitnehmen und dir sogar Milch, Joghurt, Essig und Öl hineinfüllen lassen. Alternativ gibt es Pfandgläser, die du wieder zurückbringst. Schau mal bei Lieber Ohne, Lunzers Maß-greißlerei oder Der Greißler – unverpackt.ehrlich vorbei und lass dich davon überzeugen, dass es auch ohne Verpackung geht.

Ein weiteres Plus ist, dass die Produkte in den genannten Geschäften von Bio-Qualität sowie saisonal und regional sind. Das verpackungsfreie Einkaufen hat also mehrere Vorteile. Zum Beispiel auch, dass du nur so viel kaufen kannst, wie du auch wirklich brauchst. Du weißt, dass du in einer Woche nur zwei Zwiebeln und ein halbes Kilo Kartoffeln brauchst? Dann kauf auch wirklich nur so viel ein und vermeide so, dass Lebensmittel verschwendet werden.

Kauf weniger online

Ein harter Schlag, ja. Aber auch wenn Papier bzw. Kartons recyclebar sind, sammeln sich durch das Bestellen Unmengen von Müll an. Zusätzlich sind Kleidung, aber auch Bücher, meist in Plastik eingeschweißt – noch mehr unnötiges Verpackungsmaterial also. Online einzukaufen mag bequem sein, aber es ist alles andere als nachhaltig und umwelt- oder ressourcenschonend.

Wieder vermehrt in Geschäfte zu gehen, hilft dir auch, wieder bewusster einzukaufen. Erstens siehst du gleich, ob dir etwas passt oder steht und du ersparst dir das mühselige Zurückschicken. Zweitens fragst du dich eher „Brauche ich das wirklich?“, wenn du das 25. schwarze T-Shirt anprobierst. Und drittens bezahlst du deinen Einkauf oft sofort und nicht erst Ende des Monats, wo sich dann 10 Rechnungen angesammelt haben und du kurz vor dem Bankrott stehst.

Oft wird es auch als schöneres Gefühl angesehen, wenn man sich im Store ein richtig tolles Teil aussucht und dann mit nach Hause nimmt – instant happiness sozusagen. Und das ganz verpackungsfrei.

Challenge accepted

Du bist überzeugt und möchtest gerne versuchen, auf Verpackungen zu verzichten? Dann probiere es einfach aus. Niemand sagt, dass du komplett auf sämtliches Plastik verzichten musst oder kannst. Aber ein Versuch und die Bemühung schaden auf keinen Fall. Vielleicht liebst du ja auch deine neuen verpackungslosen Beauty-Produkte oder zumindest eines davon. Dann hast du schon einen kleinen Schritt gemacht.

Mach das Experiment: Vermeide einen Monat lang das Ansammeln von Verpackungen.

Wenn du dir die Mühe machst, deinen nächsten Wocheneinkauf am Markt oder in einem verpackungsfreien Geschäft zu erledigen, weißt du ziemlich schnell, ob das etwas für dich ist oder nicht. Falls du eher faul veranlagt bist und wirklich keine Lust hast, deine Komfortzone zu verlassen – TU ES TROTZDEM!

Denn all die genannten Alternativen zu verpackungsintensiven Produkten sind ganz einfach umsetzbar, wenn man nur ein klein wenig umdenkt.

 

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