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Instagram-Star Florian Macek verrät sein Erfolgsgeheimnis

Der Wiener Florian Macek hat auf Instagram mehr als 800.000 Follower. © Ren Saliba

Der Wiener Florian Macek inspiriert täglich mehr als 800.000 Follower auf Instagram. Wir sprachen mit dem smarten Model über seinen Erfolg und sein neuestes Projekt in der Modebranche.

Vor drei Jahren begann die Erfolgsgeschichte von Florian Macek. Der damalige WU-Student begann Fotos von sich auf Instagram zu posten. Durch die Posts von seinem damaligen Urlaub in New York erreichte er weltweit andere User – waren es zu Beginn noch 5.000 Follower, begeisterte er ein Jahr später bereits 100.000. Seitdem nimmt er seine Follower in seinen Modelalltag und auf Reisen mit.

Während dem Lockdown im Frühjahr launchte er mit einem Freund zudem ein neues Herzensprojekt: Die Modemarke Hostile. Wir sprachen mit dem 24-Jährigen über seinen immensen Erfolg, Nachhaltigkeit in der Modebranche und wieso man sich nicht selbst im Weg stehen sollte.

Florian Macek gilt als der ultimative Shootingstar auf den Social Media Kanälen. © Florian Macek

Florian, du begeisterst derzeit mehr als 800.000 Menschen auf Instagram, wie kam es zu deinem Erfolg auf Instagram?

2018 waren es 100.000 Follower, aber ich habe das nicht ernst genommen, es war cool. Dann kam meine erste Auslandsreise auf die Philippinen. Ich hatte dort tolle Erlebnisse und meine ersten Modeljobs, mit Billboards etc. Das alles habe ich dokumentiert via Instagram und die Leute auf die Reise mitgenommen. Das hat ihnen gefallen.

Das Modeln hat sich also durch Instagram entwickelt?

Genau, das war gleichzeitig. Ein Fotograf aus München hat mich über Instagram für ein Testshooting angefragt. Auch in New York wurde ich gescoutet, aber da war mein Fokus noch auf mein Wirtschaftsrecht-Studium gerichtet. Aber durch diese Shootings habe ich auch vermehrte Zugriffe auf Instagram gemerkt.

Was ist dein Erfolgsgeheimnis?

Zu viele Influencer machen die Fotos zu perfekt. Ich habe mich damals nicht mit Bildbearbeitung beschäftigt und alles so gepostet wie es wirklich ausgesehen hat. Außerdem würde ich mich als bodenständig bezeichnen, ich habe alle Nachrichten beantwortet, mich mit meinen Followern unterhalten und beschäftigt. Das ist nicht selbstverständlich. So habe ich meine Fanbase aufgebaut.

Was würdest du Newcomern im Influencer-Business raten?

Ich denke in der Masse sticht man heraus, wenn man eine Nische gefunden hat, die man bedienen kann. Ein Freund von mir ist beispielsweise Pilot und der hat damit seinen Kanal aufgebaut. Da machen Kooperationen mit einer Fliegeruhr oder so Sinn. Das ist für die Follower nachvollziehbar und sorgt für Glaubwürdigkeit.

Was waren deine coolsten Modeljobs bisher?

Eine ziemlich coole Erfahrung war Shanghai. Wir sind mit der Transrapid Bahn nach Peking gefahren. Da war eine Fashionshow für die ich laufen durfte. Ich habe viele internationale Stars getroffen, zum Beispiel Victoria’s Secret-Angel Barbara Palvin.

Generell war ich viel in Asien unterwegs und konnte dort tolle Erfahrungen sammeln. Auf den Philippinen gibt es viele Jobs und als Europäer bekommt man die auch schnell. Da ist die Konkurrenz geringer. Dann sehen dich andere asiatische Agenturen, die dich auch buchen wollen.

Was bedeutet Mode für dich?

Zum einen gibt es die Dinge die ich gerne trage, weil es bequem ist und zum anderen gibt es die schönen Dinge, wie einen Anzug. Styling ist schon wichtig, aber es geht um die Balance.

Sind Mode und Nachhaltigkeit miteinander vereinbar?

Auf jeden Fall ist es ein wichtiges Thema, auf das man heutzutage achten muss. Das war uns auch wichtig bei der Gründung unserer Modemarke Hostile.

Hostile ist deine eigene Modemarke– wie kam es dazu?

Gegründet wurde es von einem Freund von mir aus Belgien. Er hat mit der ersten Kollektion gestartet und wollte mich als Influencer anwerben. Ich war von den Produkten wirklich überzeugt. Das war während Corona. Wir haben Kontakt gehalten und gestartet zusammenzuarbeiten. Ich kümmere mich um die Reichweite, um das Scouting-Management, die Optimierung der Hoodies und wir erarbeiten gemeinsam neue Designs und Styles.

Hostile überzeugt durch seine coolen Unisex Hoodies und Shirts. © Florian Macek

Ist das ein lang gehegter Traum von dir?

Ja definitiv, mit dem Gedanken spiele ich schon länger. Wir beide brainstormen und sammeln Ideen und geben das an einen Künstler weiter. Das ist ein toller Prozess. Der Künstler kann sich selber austoben, wir geben die Inspiration.

Was ist die Philosophie von Hostile?

Wie es der Name sagt: Es heißt übersetzt feindlich. Den Namen gab es schon wie ich eingestiegen bin, aber ich finde ziemlich cool, dass jeder etwas anderes hineininterpretieren kann. Mein Business-Partner sah das „feindlich“ im Sinne von Grenzen überschreitend. Ich nehme das wörtlich und sage immer: Der einzige der dich daran hindert alles zu erreichen, bist du selbst. Du bist quasi dein eigener Feind. Den muss man bezwingen. Eine Linie von uns heißt auch Conquerer. (Anm. to conquer = Englisch für bezwingen)

Wo werden eure Produkte gefertigt?

Wir produzieren in Porto, Portugal. Die Qualität ist wirklich super, es ist Bio-Baumwolle und der Wasserverbrauch wird bei der Produktion reduziert. Uns war es wichtig, auch außergewöhnliche Farben zu produzieren, um uns von der Masse abzuheben. Unsere Merkmale sind das Design, die Qualität und die Farben. Das ist alles sehr transparent und läuft unter fairen Bedingungen. Sobald wir wieder reisen können, möchte ich mir das auch persönlich ansehen.

Florian Macek im Wordrap

Mein Spitzname lautet? Meine Freunde nennen mich Flo.

Nach dem Aufwachen mache ich als Erstes? Meistens schaue ich gleich auf mein Handy.

Zornig macht mich? Es ist schwierig, dass ich zornig werde, ich bin ein positiver Mensch.

Zum Tanzen bringt mich? Aktuell der Song Mood von 24kGoldn ft. Iann dior

Das schönste Kompliment für mich ist? Auf jeden Fall nichts Optisches. Zum Beispiel, dass ich einen coolen Charakter habe, dass ich ehrlich und lustig bin. Es muss aber auch ernst gemeint sein.

Auf der Zufriedenheitsskala von 1-10 stehe ich derzeit? Bei 8, weil Corona schon die Stimmung trübt.

Mein größter Traum ist? Wofür ich mein Instagram auch nutzen will ist, Infos an eine große Menschenmenge zu verteilen. Persönliche Dinge die mir wichtig sind.

Inspirierend finde ich? Kreative Menschen, Natur und andere Kulturen, das hole ich mir bei Reisen. Da kann man immer etwas Neues lernen.

In 10 Jahren sehe ich mich? Da schaue ich hoffentlich zumindest aus wie 18 und nicht mehr so wie jetzt wie 15 (lacht). Ansonsten möchte ich das Gleiche machen wie jetzt, aber vielleicht auch Unternehmen in der Hinsicht zu beraten. Man muss immer Up to date sein, sonst kommt man nicht mehr mit dem Mainstream mit.